Neue Weiblichkeit…

…oder Gendern mal anders.

Der Siebenjährige erzählt vom nachweihnachtlichen Familienbesuch bei einer befreundeten Familie. Er habe bis in die Nacht hinein mit Amali gespielt. “Und dann hat sie mich geküsst. Ich habe mich bei Mama beschwert!” Er möge das nicht, erklärt er. Ich lache laut – nein, natürlich nur nach Innen.

Stunden später. Gespräch mit dem Erstklässler über die Schule. “Hort ist besser, da kann ich richtig spielen.” Aber ansonsten sei es okay, etwas zu lernen. Rechnen sei gut. Ich bin neugierig: “Wer sitzt eigentlich neben dir?” “Minka.” “Versteht ihr euch?” “Na ja.” Die Jungsfreunde kenne ich ziemlich gut. Zumindest vom Erzählen. Also frage ich, welche Mädchen er nett findet. “Sonia, Carina – aber die wollte mich auch schon küssen. Emilia und Luise.” Kurze nachdenkliche Pause. Die wollten auch schon küssen. “Na sag mal, was ist denn da los…”

In schöner sachlicher Nebensaechlichkeit wird ein wenig später eine Erklärung nachgereicht: “Die finden mich eben alle süß.”

Der Glueckliche…

Dann geht es wieder um Wesentliches. Um Ritter, Kämpfen und Fußball. Um Kuno, Dario und Albert.*

So ein Jungritter hat es nicht leicht.

(*Die Vornamen sind frei verwandelt.)

Ritterburgleben, die Schlachten werden links oben geschlagen

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