Frühstück a la Selbsterkenntnis

Das war wieder mal so ein Aha-Erlebnis, wo ich mir selbst auf die Schliche gekommen bin: Riesige Frühstücksbuffets, wie jüngst, mit ihrer ganzen Vielfalt haben für mich durchaus etwas Verlockendes. Von allem ein bisschen probieren, lecker, lecker. Aber, erst jetzt habe ich entdeckt, dass ich irgendwie nicht beglückt vom Tisch aufstehe. Sehr gesättigt, zu gesättigt„Frühstück a la Selbsterkenntnis“ weiterlesen

Einfach verlieren

Das war wieder so ein Satz mit Haftzettel-Qualitäten. Wieder im Podcast von Lanz&Precht. Ich wieder mal inzwischen ahnungslos, wo er ursprünglich herkommt. Auf jeden Fall ein Gedanke, der bei mir Resonanz findet. So etwa zitiert Precht: Wer gewinnt, der erlebt einen Glücksrausch. Das Eigentliche am Spiel ist das Verlieren. Kurz und schnell der Glücksrausch, dann„Einfach verlieren“ weiterlesen

Kein Reisebericht…

…aber zwei Blitzlichter. Das erste: Die Bahn war pünktlich, jeweils eine Minute verfrüht. Unglaublich. Dafür Inselbus-Chaos. Undefinierbare Fahrpläne, nur Insidern verständlich, Verspätungen, Ausfälle und das alles sowieso nur im Stundentakt. Alternativlos. Die Inselbahn nimmt kein Gepäck mit. Geschehen an einem Ort, wo von Urlaubern gelebt wird. Ein gnadenloses Plädoyer fürs Auto nebst Taxi. Nur die„Kein Reisebericht…“ weiterlesen

Dispute gehören auf dem Marktplatz

Warum eigentlich verschwinden die Denker heutzutage in den Hörsälen und heiligen Hallen der Wissenschaft? In Büchern, zu denen das Volk (was ist das eigentlich?) gewöhnlich nicht greift. Sie, die Denker und Gedanken, gehören auf die Marktplätze in alle Öffentlichkeit. Und die Denkenden müssen prinzipiell verpflichtet werden, für ihre Gedanken eine allgemeinverständliche Sprache zu finden. Vielleicht„Dispute gehören auf dem Marktplatz“ weiterlesen

An diesem Sonnabend Morgen

Ausschlafen, Kaffeeduft, Brötchen vom Lieblingsbäcker, die auch noch am zweiten, dritten Tag schmecken. Nach langem mal wieder zwei Lachsscheiben, Orangenmarmelade. Ganz viel Frühling im Zimmer um mich herum. Auf dem Balkon zittert das Bündel leuchtend blauer Traubenhyazinthen im Wind…Im Ohr zwei Knöpfe, für meine geistigen Leckerbissen. Ich höre Lanz&Precht im Podcast. Irgendwie kann ich das„An diesem Sonnabend Morgen“ weiterlesen

Offline

Offline. Geht denn das? Das Medium hat sich nicht in den Alltag geschlichen. Nein, es war da – Peng! Mit brachialer Gewalt. Unausrottbar. Forever. Mit gnadenloser Gewalt. Während ich noch begeistert eine Möglichkeit nach der anderen erobert habe und immer noch erobere, hat es sich gewaltsam einen Stammplatz in meinem Alltag geschaffen. Gnadenlos. Eigentlich bin„Offline“ weiterlesen

Einfach blau gemacht

Ich habe eine Macke. Sozusagen eine Anti-Gelb-Macke. Auf meinem Balkon. Gelbe Blumen, wenn sie sich doch eingeschlichen haben, werden in eine hintere Extraecke verbannt. Nicht verachtet, aber, ehrlich gesagt, auch nicht sonderlich geliebt. Warum? Ich weiß es nicht. Vielleicht weil sie zu mächtig, zu dominant sind. Vielleicht weil Gelb-Orange-Töne auch in meinem Kleiderschrank fehlen. Sie„Einfach blau gemacht“ weiterlesen

Nach Hause gehen

Einfach die Welt ringsherum vergessen und nach Hause gehen. Mein Leben war jahrzehntelang nicht gerade privilegiert. Doch dieser eine Zufall – oder war es Schicksal – ließ mir diese Wohnung auf die Füße fallen. Einfach so. Mitten in der Stadt und direkt am See. Mit Blick in riesige Baumkronen. Ein Operhaus in Laufnähe. Ein Schloß„Nach Hause gehen“ weiterlesen