Das Leben hat mich heftig am Genick gepackt. Will es mich nicht mehr? Oder will es mir gnadenlos etwas beibringen? Was? Die Frage treibt mich um. Ich packe das Leben beim Genick. Und schaue ihm tief in die Augen: Hilf! Hilf mir zu erkennen! Wo hakt es? Und vor allem wie? Da flüstert mir Rilke„Wer wen?“ weiterlesen
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Noch ein bisschen…
…Sommer erhaschen bevor er endgültig vorbei ist. Immer noch reichlich Licht und Wärme. Die Herbstfarben lassen auf sich warten. Der Balkondschungel wächst und gedeiht. Die Fenster bleiben ganztägig geöffnet. Welch ein Glück… Wehmut angesichts zwei gestohlener Sommermonate. Nächstes Jahr wieder…
Szenario
Ich werde nicht hysterisch, aber ich muss mir das Szenario von der Seele schreiben. Eine 24jährige aus Libyen mit mir im Zimmer. Anderes Alter, gleiche Krankheit. Hermes-Kopftuch (oder etwas Ähnliches) bei jeder Temperatur. Unser Englisch ist wenig kompatibel. Ihr Mann kommt täglich. Heute schwarzes Hemd, helle Hose, schwarzer Rucksack. Sie erzählte irgendwann, dass sie keinen„Szenario“ weiterlesen
Unwesen
Treibt mit mir etwas sein Unwesen? Oder bin ich das Unwesen? Wahrscheinlich letzteres. Denn: Ich stelle Fragen und möchte Antworten. Ich bin ein Mensch und keine Maschine. Keine Maschine an der herum repariert wird. Ich vertrage keine falschen Töne. Ich bin ziemlich lange freundlich geblieben. Jetzt möchte ich nur noch schreien. Ich tue es nicht.„Unwesen“ weiterlesen
Sommertage…
Sommertage haben so etwas Samtiges, Seidiges. Fühlt sich an wie Streicheleinheiten von ganz weit oben. Jedenfalls bevor die lähmende Mittagssonne ihre Arbeit verrichtet. Sie tut auch nur was sie kann und muss. Wie schön, dass ich nicht muss. Und nicht kann. Einfach nur Sein, DASEIN. Noch so ein Genussmoment. Damit lässt es sich leben.
Narben
Die alten Helden zeigen stolz ihre Narben. Denn die stehen für erfolgreich bestandene Kämpfe, für Tapferkeit, Durchhaltevermögen, für Mut und Unbesiegbarkeit. Ich bin gerade auf mein Schlachtfeld zurückgekehrt. Zurückgekehrt worden. Ganz und gar nicht freiwillig oder aus Langerweile oder der Sehnsucht nach Herausforderungen. Warum das notwendig war wird sich noch zeigen. Vielleicht… Jedenfalls ist mein„Narben“ weiterlesen
Odyssey
Kino und Wirklichkeit umarmen sich. Eigentlich wollten wir in die Welt der Insekten eintauchen. Ich war richtig gespannt auf das Reich der kleinen Schwirrer, die mir derzeit ein bisschen zu oft Nachtschlaf und Frühstückslaune rauben – eben mückisch und wespisch. Innerlich schon tiefenentspannt zurück gelehnt in Erwartung ganz besonderer Naturbilder und der Stimme Katharina Thalbachs…Nun„Odyssey“ weiterlesen
Genuss kontra Stress
Geht das, dem extremen Stress mit extremem Genuss beizukommen? Ich probiere es gerade. Mich hat es mal wieder erwischt, zum dritten Mal mit zweimal ungewöhnlichen (Zitat) 15 Jahren Pause. Und eigentlich bin ich ziemlich entspannt. Das hat etwas mit meinem etwas reiferen Alter zu tun und mit dem „Man kennt es ja“. Und dem Satz,„Genuss kontra Stress“ weiterlesen
Ritterspiele
Es ist schlagartig irgendwie still geworden. Wieder mal vorbei die Ritterspiele der Neuzeit, Fußball genannt. Der Tanz um den Ball, die Helden oft mit martialischer Bemalung. Was einst im Umfeld der Fürstentümer und Königreiche europaweit zelebriert wurde, hat heute weltumspannenden Charakter. Und kann im nahezu letzten Winkel verfolgt und kommentiert werden. Die Welt spielt miteinander.„Ritterspiele“ weiterlesen
Im Presslufthammer-Sound
Presslufthammer-Sound seit Punkt 7 Uhr. Ein wenig später das lautstarke Zischen der Motorsäge. Ein Mensch verschwindet samt Kabine im dichten Blätterwald der riesigen Linde. Eine Schaufel arbeitet sich durch den Sand. Welch lieblicher Klang. Das Geräusch eines handgeführten Riesenhammers – Nostalgie. Die Vögel haben es aufgegeben die Sonne anzusingen. So klingt das Sommerkonzert am Großstadtsee.„Im Presslufthammer-Sound“ weiterlesen