…,wenn ich das könnte, dann wären wir, die zwölf Monate und ich, ein Paar. Sozusagen der Himmel und ich…im Größenwahn.
Wunsch-Temperaturen, bei denen die Veilchen blühen, das Seewasser gemütlich wird und irgendwann sich auch die Bäume bunt färben. Auf den Rest kann ich getrost verzichten.
Vergangene Woche gab’s hier so ein Lieblingswetter, das Lust auf mehr macht. Da fällt es leicht, sich auf den Weg zu machen und die sommerliche Großstadt zu genießen.
Ich bin nicht im Überangebot versunken, dafür im Sprühnebel. So etwas kann Kunst auch. Und ist noch eine Weile in der Neuen Nationalgalerie zu genießen. Verantwortlich dafür Fujiko Nakaya aus Japan. Ich bin gern im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie, zur Zeit besonders, da das Gold der japanischen Skulpturen im Wasserbecken durch den feuchten Nebel schimmert.
Ein paar Bushaltestellen weiter wird es noch internationaler. Auf den Stufen, unter den Säulen des Deutschen Doms hat sich die Welt vereint: Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt. Joanna Mallwitz dirigiert Gershwin. „Ein Amerikaner in Paris“ gesellt sich zu uns. Unter anderem.
Auf den Stufen haben sich die vereinten Nichtselbstzahler der Welt versammelt. Sie lauschen und klatschen, wie die hinter den perfekten Sichtschutzwaenden. Die müssen noch schauen. Während die Stufenhocker sich nebenbei auf ihre teilweise köstlichen Picknick-Setups konzentrieren und dabei den Klängen lauschen können.
Beim Weitergehen wird das ganze Ausmaß der Zaungäste rund um den Gendarmenmarkt ersichtlich. Keine Stehplätze mehr neben all den Campinghockern und -tischen…
Langsam ergreift die Sommernacht vom Szenario Besitz…es wird kühler auch ohne Sprühnebel.
Wie gesagt, so könnte es bleiben.









