Unbehaust

Bei allen Brüchen, Verunsicherungen, Herausforderungen – ich habe mich in mehr als sieben Jahrzehnten nie so unbehaust gefühlt wie in diesen Monaten. Es wackelt und crashed. In der großen, kleinen Welt da draußen und in meinem Leben. Spiegelbilder?

Das Einzige, dessen ich mir gewiss bin, ist, dass ich innere Arbeit leisten muss und auch will. Wenn Instabilität sich Drumherum stabilisiert, gerät das zu einer gewaltigen Anstrengung. Die innere Sicherheit und Stabilität will hart errungen werden. Mein Pech, dass mein irdisches Sein überschaubar geworden ist. Ich habe keinen riesengroßen Rucksack Zeit mehr, um an dieser Herausforderung zu arbeiten. Mein Glück: Die vielen gelebten Jahre machen es wahrscheinlich überhaupt erst möglich, diesen einsamen Weg in aller Konsequenz zu gehen.

Was auf diesem Pfad noch geschieht, ich werde sehen. Noch bin ich nicht sonderlich neugierig darauf. Wie gesagt, es crashed und wackelt rundum. Unbehaust sein, das bleibt mehr als ein Gefühl.

Brüchiges Eis – und schön alt der Baum, der Weg dahin lässt sich ahnen

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