Was könnte der Mensch sein, wenn er es werden wollen würde? Ein vollkommenerer und vielleicht sogar ein vollkommener?
Das klingt erst mal etwas verstiegen.
Ich glaube langsam, dass der Mensch an sich gar nicht weiß, dass das möglich ist.
Vielleicht brauchen wir unsere Schulen, um genau das zu lernen. Der Rest lässt sich beiläufig und später erledigen.
Schliesslich könnte die Welt besser werden, wenn menschliche Macht- und Kampfgelueste und Aggressionen aller Art allmählich Geschichte würden.
Wie das gehen könnte? Ich glaube zutiefst an die zwölf Tugenden. Sie beginnen in der mittelalterlichen Sprache mit “Starkmut durch Zucht”, womit ein geführter Mut gemeint ist – ein bedachter Mut. Nicht Übermut und auch nicht Tollkühnheit.
Die Reihe der Tugenden endet mit Liebe, mit der selbstlosen Liebe, die nichts für sich will, sondern ganz selbstverständlich gibt – Agape.
Die Tugenden lernen und üben – weltweit. Dann könnte sich die Welt allmählich ändern. Dann gäbe es eine Übermacht, die eine friedliche Welt will.
Dann könnten wir uns den wirklichen Problemen mit aller Kraft zuwenden: Dem Klimawandel, dem Hunger, der Armut, der sinnlosen Überproduktion….
Was braucht es, um etwas zu ändern, um all das Zerstörerische endlich der Geschichte einzuverlaiben?
