Munch in W.

Mir waren sie bisher in W. noch nie ins Bewusstsein gelangt. Doch dieses Mal stolpere ich ständig über die gruenen Wegweiser, die mich zum Munch Haus führen wollen. Aha!

Die Bilder von Edvard Munch in den beiden großen Ausstellungen in Berlin und Potsdam haben sich inzwischen in meiner Vorstellungswelt etabliert. Natürlich drängen sich in diesem Moment die großen Strandbilder mit den nackten Männern nach vorn. Und auch die biografischen Puzzleteile, die sich angesammelt haben. Schließlich gab es auch noch einen richtig guten Film über den Maler Edvard Munch. Mit Munch verbindet sich für mich inzwischen einiges mehr als der berühmte “Schrei”.

Jetzt kann ich also für mich ein neues Puzzleteil hinzufügen. Einen Ort erspüren, an dem er für einige Monate gelebt, sich erholt und eben auch gemalt hat.

Doch daraus entsteht erstmal ein Verwirrspiel. Dem ich mich mit Vergnügen hingebe. Das passt! Denn für längere Strandaufenthalte ist es zu kalt, zu nass, zu stürmisch.

Also: Den grünen Wegweiser hatte ich schon an vier sehr verschiedenen Plaetzen und Ecken entdeckt. War einige Achten und längere Wege und Bögen erfolglos gelaufen. Hatte Einheimische gefragt, Munch Haus? Schulter Zucken.

Schließlich blieb doch nur das Internet, das ich absichtlich bis dahin – mal probehalber – verschmäht hatte. Damit ging’s ratzbatz und ich hatte Straße und Hausnummer.

Ergebnis: Ich war schon so etwa zehnmal dran vorbei gelaufen. Es ist eines in einer Reihe herausgeputzter alter Fischerhaeuser am Alten Strom. Unauffällig die erklärende Tafel. Kein Museum, sondern ein Arbeitsort für Künstler. Stipendiaten, jeweils ein Norweger und ein Deutscher. Nur manchmal bei Veranstaltungen und Ausstellungen wird geöffnet.

Mein Fazit:

1. Die berühmte Kindergeburtstags-Schatzsuche hatte mich eingeholt und Spaß gemacht.

2. Ich habe mir dadurch langsam und intensiv einen Ort neu erobert.

3. Binsenweisheit: Schlechtes Wetter führt auf neue Pfade, also Schlechtwettertage gibt es …nicht

Das Grüne ist’s, am Alten Strom

Hinterlasse einen Kommentar