Heute beginnt nun unwiderruflich der Sommer. Egal ob es regnet, stürmt, hagelt oder die Sonne dann doch 30 Grad serviert. Heute zumindest wehen die lauen, ach so angenehmen Lüfte um mich herum. Noch…und ungeachtet der sich verdichtenden Trübnis über mir. Berlin stimmt sich schon mal, rundum hörbar auf die Fete de la musique ein. Gesetzt. Beides. Der Sommer und die Musik.
Gesetz.
Zumindest der Sommer ist Gesetz. Nicht alles lässt sich laut Gesetz verordnen. Die Moral jedenfalls nicht. Wenn es dennoch versucht wird, dann geht es wie mit dem Sommer. Irgendwie macht dann doch jeder was er will.
Es sei denn, der/die MenschIn hat so einen inneren Drang, ein guter Mensch zu sein. Oder zumindest zu werden. Aber wirklich nur aus eigenem Drang.
Genauso, wie der Sommeranfang sich astronomisch verorten lässt, gibt es auch moralische Gesetze. Die hat uns der Himmel geschenkt. Oder die Weisheit unzähliger Menschengeschlechter.
Wir können drauf pfeifen oder drüber lächeln. Oder schauen, was damit anzufangen ist. Es könnte uns dann wahrscheinlich miteinander besser gehen. Friedlicher.
Nichtsdestotrotz werden wir, wenn’s heute doch noch hageln sollte, den Sommeranfang wohlbehalten er- und überleben.