…da möchte ich nicht aufstehen, die Augen geschlossen halten. Ich fühle ein Nichts. Am Rand der Verzweiflung nur Leere.
Mein Kopf sagt etwas anderes. Er will gern dies und jenes und sieht viel Schönes. Doch das Gefühl ist der Wirklichkeit sehr nahe. Ich gehöre nicht mehr in diese Welt. Oder passe nicht mehr. Ich stehe längst auf der Entsorgungsliste.
Wahrscheinlich habe ich nie so richtig gepasst. Im alten Osten war ich mit meinen Idealen nicht proletarisch und politisch genug. Im gegenwärtigen Westen gehöre ich weder zum vererbten Adel, noch adelt mich monetärer Reichtum und Besitz. Und da ich auch nicht die gleiche Geschichte, die des Siegerlandes, gelebt habe, bin ich haltlos, ohne Grund und Boden unter den Füßen. Ein bisschen selber denken zu können, macht das Dilemma nicht besser.
Dennoch hilft nur eins an solchen Tagen, den Gefühlen nicht die Übermacht zu überlassen. Und dem Kopf die Arbeit machen zu lassen. Der hat reichlich zu tun.

Nur, was mache ich mit diesen daemlichen Gefuehlen? Die mich wegziehen, strampeln lassen und dem Kopf die Zunge rausstecken.