Zeitlosigkeit

Der Blick aus dem hohen dritten Stockwerk auf ein leuchtend blaues Blütenmeer. Riesige Jacarandabaeume rahmen den Platz da unten ein. Ein Weltenwechsel. Vom ziemlichen Norden in den ziemlichen Süden.

Und noch mehr: Zeitenwechsel. Auf dem Platz sitzt Picasso auf einer Bank. Der bronzene P. lebt weiter in seiner Geburtsstadt. Ein paar hundert Schritte vorwaerts lädt ein römisches Amphitheater ein. Uralte Steine. Drüber, auf dem Berg , drohnt gewaltig die Festung aus dem Mittelalter.

Dann auch noch ein bisschen Heute mit Strohhutverkaeufern, einer lebendigen silbernen Skulptur, die Tennis spielt. Ein großes Kino, viele kleine Kaffeehäuser, Modelaedchen.

Nochmal wenige hundert Schritte weiter zwischen zwei stark befahrenen Straßen plötzlich ein nahezu stiller tropischer Wald, na ja eine Parkanlage. Weltenwechsel.

Und wieder ein Zeitenwechsel. Eine Glasfassade mit farbigen Quadraten. Dieser Ableger kommt aus Paris. Ein kleineres Centre Pompidou lädt aktuell mit Kandinsky ein.

Und dann ganz plötzlich das Meer. Ziemlich Blau, riesige Kreuzfahrtschiffe – sie stoßen mich genauso ab wie sie mich faszinieren. Schöne neue Welt.

Ein Stolpern zwischen Zeiten und Welten. Meine Alltagsflucht wird zum Zeitraffer. Das will verdaut werden und macht Spaß. Was soll’s mit Zeit und Raum.

Hinterlasse einen Kommentar