So gegen 5 Uhr Morgens sind noch Vogelstimmen zu hören. Dann erst wieder so gegen 21 Uhr. Denn um 7 Uhr setzt so langsam der Gesang der Baustellen ein. Erst von der aufgerissenen Straße, etwas später auch von der Fassade gegenüber. Allmählich scheinen sie sich übertönen zu wollen. Doch gegen 10 Uhr kommen die Kita-Kinder dazu. Die erobern voller Freude den Park. Ihre Stimmen ein Wohlklang. Sie können es mit den Baumaschinen aufnehmen. Die Hubschrauber kommen seltener, aber wenn, dann übertönen sie letztlich alle. Die Ferienkinder müssen erst mal ausschlafen. Ihre Stimmen und Rufe gesellen sich erst ab dem frühen Nachmittag dazu. Wenn Feierabend auf den Baustellen ist, kommen auch die Eltern mit ihrem Nachwuchs. Vor allem sind dann die kraftvollen Stimmen der Papas zu hören, die ihren Nachwuchs dirigieren. Das Hundebellen hätte ich fast vergessen. Seltener, dass Frauchen oder Herrchen nach ihnen rufen. Eigentlich sollten die Vierbeiner ja auch angeleint sein. Nun ja aber…
So gegen 7 Uhr wird es deutlich ruhiger. Abendbrotzeit, Schlafenszeit für die Jüngsten. Leises Rauschen der S-Bahn durch die Schallschutzwand ist jetzt wahrzunehmen. Doch dann rückt die Jugend an. Laut lachend, diskutierend, mit Picknicktaschen, nicht selten auch mit Bierkästen beladen. Wenn es dunkel wird, schallen oft Rufe über den See.
Und gar nicht so selten gibt‘s gegen 22 Uhr ein Feuerwerk.
Danach ist es oft ruhig. Nicht immer.
Der Gesang der Nachtigallen ist dem Frühling vorbehalten.
