Ich spiele gern. Früher mehr als heute mangels Gelegenheit. Ich meine vor allem Spiele am großen Tisch, Brettspiele, wo Freunde und Familie zusammenkommen. Was macht die Magie aus, was lockt mich eigentlich?
Mir macht es Spaß mit anderen zu interagieren. Mich und sie beim Spielen zu beobachten. Kreative Spielideen auszureizen und mich von ihnen anregen zu lassen. Gewinnen möchte schon. Auch das. Dadurch kommt Dynamik ins Geschehen. Ich bin herausgefordert und die anderen auch.
Nur, so ganz wichtig ist mir das Gewinnen nicht. Es ist mehr der Spaß und das Miteinander. Es gibt ja nichts zu verlieren. Außerdem ist der Glücksfaktor im Spiel meist sehr groß.
Freilich, wenn jemand in der Runde unambitioniert spielt, dann wird es schnell langweilig. In einer solchen Situation habe ich es schon erlebt, wie reichlich erwachsene Menschen ausgerastet sind. Soweit so gut oder auch nicht.
Im besten Fall habe ich beim Spielen für mich etwas dazu gelernt, Zusammenhänge begriffen, mein Gedächtnis trainiert. Und das Beste: Ich habe meine Mitspieler ein bisschen besser kennen gelernt. Wer ist clever, wer bedacht, wer vorsichtig. Wer muss gewinnen und wer kann nicht verlieren. Wer versucht es mit Kniffen und kleinen Tricksereien. Auch die Temperamente zeigen sich in vergnüglicher Weise. Es macht einfach Spaß.
Wie wäre es, wenn wir unser Leben etwas spielerischer angehen? Könnten wir nicht einen ganzen Packen an Leichtigkeit, Lebensfreude und Glücksmomenten gewinnen. Was haben wir denn zu verlieren?
Nur, was machen wir mit allen, die partout nicht verlieren können?
Nehmen wir es doch fürs erste alles etwas sportlicher. Das Spielen, das Gewinnen und das Verlieren als eine Chance. Wer weiß was ich dabei gewinne…
Einfach so.
Einfach spielerisch.
