Nach einem reichlichen Jahr wieder in Branitz. Der Herbst hat mich zum Fürsten gelockt, zu Pueckler. Die Herbstfarben.
“Aber, das hättest du auch im Tiergarten haben können oder im Grunewald”, – der Satz klingt in mir nach. Seit dem suche ich nach Worten, um das Unbeschreibliche, ganz Besondere zu erzählen.
So ungefähr könnte es sein:
Es ist als würde ich nicht in einem Park, sondern vor einem Gemälde stehen und wäre bezaubert. Meine Augen sind glücklich. Dann entsteht ein Sog. Ich gehe, wie von Geisterhand geführt, hinein in dieses Gemälde. Es wird vieldimensional. Immer neue Augenblicke eröffnen sich. Ich gehe weiter, will mehr entdecken. Gehe weiter hinein in einen Zauberwald. Wir werden eins, das Gemälde und ich.
Irgendwann stehe ich dann vor einem weißen Schloss. Die Wirklichkeit hat mich fast wieder, wenn ich nicht wüsste, dass darin das Gleiche passiert.
Pueckler spielt mit den Dingen und mit der Natur. Bringt alles ins Unwirkliche Wirkliche.
Er ist ein Zauberer.
Seit einem anderthalben Jahrhundert wachsen ihm seine Bäume entgegen, himmelwärts, inzwischen riesig. Er wird sich da oben dran freuen.
Als am frühen Morgen, nach bald zwei Stunden Alleinsein in meinem Gemälde plötzlich Radfahrer auftauchen, bin ich entsetzt.
Das geht doch gar nicht!
