Das Jahr endet und begann mit Chaos. Handwerkerchaos. Über den Tisch-Zieherei in Notsituationen. Ausgeliefertsein, überrollt. Keine guten Gefühle. Überhaupt nicht.
Doch: Erlösung ist greifbar nahe. Nicht für das finanzielle Fiasko. Aber für die Gefühle. Ich will nicht, dass sie mich beherrschen und dass sie selbst die schönen sonnigen Wintertage eintrüben. Ich schaue mich um.
Auf dem zugefrorenen See tummeln sich Schlittschuhläufer aller Gattungen, auch Spaziergänger. Ein Breughel-Gemälde mitten in Berlin voller Schönheit und Romantik. Eis und Schnee, die die Seele wärmen.
Drinnen ein bunter Strauß mit rosa Tulpen, die weiter wachsen, und leuchtend roten Ranunkeln. Flackernde Kerzen machen den Zauber ganz besonders.
Der Raum ist warm. Ich freue mich an seiner Schönheit.
Wenn es draußen immer mal wieder heftig knallt, bin ich mal kurz sauer. Aber ich weiß: Da draußen ist kein Krieg, nicht vor meiner Tür. Es sind nur ein paar aufgesparte Sylvester-Knaller.
Ich wünsche zutiefst, dass es so bleibt. Und dass das jeder und überall auf der Welt sagen kann. Und dass das keine Utopie bleibt.
Dass die Schönheit, die Schönheit auf allen Ebenen des Lebens, die Welt regiert und beherrscht.
Dann ist auch dem unvermeidlichen Chaos beizukommen.
