Kein Reisebericht…

…aber zwei Blitzlichter.

Das erste:

Die Bahn war pünktlich, jeweils eine Minute verfrüht. Unglaublich.

Dafür Inselbus-Chaos. Undefinierbare Fahrpläne, nur Insidern verständlich, Verspätungen, Ausfälle und das alles sowieso nur im Stundentakt. Alternativlos. Die Inselbahn nimmt kein Gepäck mit.

Geschehen an einem Ort, wo von Urlaubern gelebt wird. Ein gnadenloses Plädoyer fürs Auto nebst Taxi. Nur die Bahn hat dieses Mal mitgespielt. Kann sie also. Saubere Toiletten inclusive. Nettes Personal dto.

Nun ja, auch nette Busfahrer gab’s, die Umstiege außer der Reihe organisiert haben. Aber auch die, die uns wirklich richtig böse angebrüllt haben, dass wir doch gefälligst mit Gepäck zum Anschlussbus die hundert Meter rennen sollten. Der Kollege koenne nicht ewig warten.

Aber eigentlich sollte das Gute zuletzt erzählt werden. Also noch ein Anhang: Die Sonne schien und das Meeeer war das Meer, unendlich schön. In den Farben grau, blau, gelbgrün und tatsächlich smaragdgrün. Und dann noch als Krönung das Fischbroetchen, das einzig und allein nur dort wo Meer ist schmeckt…

Blitzlicht Nr. 2:

Ich hatte mich mental gründlichst auf das Thema Pubertät vorbereitet. Inclusive Training in den letzten Monaten.

Eine kurze Aufzählung für alle, die sich gern erinnern und für die, die es noch vor sich haben: Oft nur physisch anwesend. Das sich wandelnde und wachsende junge Wesen braucht in der Umbauphase vieeeel Schlaf, so etwa bis kurz vorm letztmöglichen Termin fürs Frühstück. Dann ist es noch lange nicht ansprechbar. Ergo bleibt dem da Herausgewachsenen reichlich Zeit zum Lesen, zum Sonnenaufgang gucken und fürs Bad. Sehr vorteilhaft. Das mit dem Bad muss unbedingt bedacht werden, da sonst die Chancen schlecht stehen, eine Lücke zu erwischen.

Weiter: Kleine gnadenlose Erpressungen. Am Abend Lesung einer Schriftstellerin oder Schwimmen. Hart bleiben in den Verhandlungen. Traumhafte Sonnenuntergänge müssen mehrfach sehr laut erwähnt werden. Gelangweilte Blicke aushalten. Lieblingssnacks nicht vergessen.

So ungefähr. Hat geklappt.

Strahlende Augen und hörbare Begeisterung gab’s auch mal: Beim Anblick des komfortablen Hotelzimmers. Nicht bedacht hatte ich: die nächtliche Munterkeit, Kissenschlacht und Kissenklau inbegriffen.

Es war schön.

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