…da möchte ich nicht aufstehen, die Augen geschlossen halten. Ich fühle ein Nichts. Am Rand der Verzweiflung nur Leere. Mein Kopf sagt etwas anderes. Er will gern dies und jenes und sieht viel Schönes. Doch das Gefühl ist der Wirklichkeit sehr nahe. Ich gehöre nicht mehr in diese Welt. Oder passe nicht mehr. Ich stehe„Es gibt Tage…“ weiterlesen
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Augenmensch?
Sehen kann ziemlich wehtun. Mir geht es jedenfalls so. Ich liebe kräftige, leuchtende, starke Farben. Auch die zarten, schwingenden, die sehr intensiv sein können. Ich lebe in Bildern. Auf der Straße, in der Küche, im Wald…selbstverständlich auch in Galerien und Ausstellungen. Wenn andere bei Misstönen Schmerzen empfinden, bei falsch Gesungenem, das halte ich ganz gut„Augenmensch?“ weiterlesen
Lago Berlin
Im fast leeren See schwimmen. 26 Grad Wassertemperatur. Bedeckter Himmel. 18 Grad Luft. Der Lago Schlachtino gehört mir. An solchen Tagen immer. Der Lietzento auch. Seeblick bei spätem Balkonfrühstück. Urlaub im sommerlichen Berlin. Wie schön keine ausgeklügelten Packlisten anfertigen zu müssen. Und trotzdem alles, aber auch alles bei mir zu haben. Kein Müsste, kein Hätte…„Lago Berlin“ weiterlesen
Branitz (3): Farbenrausch
Strahlende blaue Wände, ein grüner Teppich mit roten Blumen, ein roter Salon, ein leuchtend violetter Arbeitsplatz – Farben, Farben, nichts als Farben. Ich bin berauscht und beglückt. Und das in einem Schloß. Ich kann den Prunk und Protz von Schlössern durchaus bestaunen, ja auch bewundern. Aber ich liebe sie nicht. Sie erreichen mein Gefühl nicht.„Branitz (3): Farbenrausch“ weiterlesen
Branitz (2): Der Park
Ich mag den Babelsberger Schloßpark. Seinen Zauber mit dem allgegenwärtigen Havelblick. Dort bin ich noch in Gedanken, während ich den Parkweg auf das Branitzer Pückler-Schloß zugehe. Kaiserin Augustas geliebte Potsdamer Sommerresidenz und Pückler, der auch dort – in Konkurrenz mit Lennè – seine Ideen verwirklichen durfte. Mir gefallen die verspielten Silhouetten des Branitzer Schlosscarrès, doch„Branitz (2): Der Park“ weiterlesen
Branitz (1): Der Entschluß
Es ist immer wieder so eine Sache mit der Selbsterkenntnis. Eigentlich weiß ich doch, dass mir so ein Unternehmen gut tut. Ich will seit Jahren Fürst Pückler besuchen. In Branitz. In seinem Lieblingspark. Aber: Es hat sich nie so richtig gefügt, weder zu zweit, noch allein. Dieser Tage passte alles zusammen: Das Wetter, ausreichend Zeit,„Branitz (1): Der Entschluß“ weiterlesen
Sommerglücksmomente
Der See. Ich mittendrin, dem Ufertrubel entflohen. Wieder dieses unglaubliche Sommergefühl: Nichts als Wasser, Himmel, Bäume, Wald und eine himmlische Ruhe, wie ich sie nur auf dem Wasser erlebe. In der Oper. Kurz entschlossen im letzten Moment noch eine Karte bekommen, die ich einem kranken Kind verdanke. Ballettgala. 20 Jahre Staatsballett Berlin. Gut drei Stunden„Sommerglücksmomente“ weiterlesen
Ostwestlich (19)
Vor ein paar Tagen war ich an dieser Stelle bei den Europa-Wahlergebnissen im Osten hängen geblieben. Ich werde das Thema nicht los. Ich versuche mich verständlich zu machen. Im Gespräch gelingt mir das meist nicht. Ganz schnell verhakt sich alles. Um es klar zu stellen: Ich würde niemals AFD wählen. Aber: Ich kann irgendwie nachvollziehen,„Ostwestlich (19)“ weiterlesen
Sommerzeit
Heute beginnt nun unwiderruflich der Sommer. Egal ob es regnet, stürmt, hagelt oder die Sonne dann doch 30 Grad serviert. Heute zumindest wehen die lauen, ach so angenehmen Lüfte um mich herum. Noch…und ungeachtet der sich verdichtenden Trübnis über mir. Berlin stimmt sich schon mal, rundum hörbar auf die Fete de la musique ein. Gesetzt.„Sommerzeit“ weiterlesen
Ostwestlich (18)
‘Haben die im Osten gar nichts begriffen?’ So und ähnlich der Aufschrei, der seit einer reichlichen Woche mir um die Ohren schwirrt. Ich frage mich, warum nicht laut und öffentlich darüber nachgedacht wird: Wieso gibt es im gesamten Osten derartige Mehrheiten für die AFD? Haben die Ostdeutschen schon endgültig ihren Stempel weg? So in dem„Ostwestlich (18)“ weiterlesen