Traurige Alltagshelden

Ich lebe zur Zeit mit Alltagsdingen, die schlichtweg kaputt sind. Das Wort kaputt gefällt mir besser als defekt. Entzwei klingt für mich irgendwie nach Kinderstube. „Das Spielzeug ist entzwei gegangen.“ Tränen dazu und ein bisschen schlechtes Gewissen. Denn Kinder machen ganz gern und ziemlich bewusst etwas entzwei. Manchmal als Ventil für eine Wut, öfter wohl aus lauter Entdeckerdrang. Was steckt denn in diesem kleinen hüpfenden Blechfrosch drin? Das ist viel spannender als das Gehuepfe auf die Dauer.

Aber ich war nicht wütend und auch nicht neugierig. Leider. Trotzdem sind Staubsauger und Drucker schlichtweg kaputt. Ohne sie kann ich nicht bequem leben. Warum eigentlich? Auch eine betrachtenswerte Frage. Jedenfalls habe ich beide alten Freunde nach einigen Reparaturversuchs-Abenteuern schweren Herzens ersetzt. Übrigens passt das Wortungetuehm sehr gut zu dem, was ich dabei erlebt habe.

Jetzt stehen die alten Gefährten, die mir viele Jahre lang treu ergeben waren, im Weg. Stolpersteine für Augen und Füße. Doch – irgendwie habe ich sie lieb gewonnen. Der Eleganz des alten Akkustaubsaugers verweigert sich der Neue. Wir sind bisher keine Freunde geworden. Die Vorstellung vom Container-Platz lähmt mich….

So viel Worte und Gefühle für Dinge. Na ja, tröste ich mich, da steckt doch eine Menge geistiger Input drin, viel Material, Ressourcen, die ja eigentlich geschont werden müssen. Dringend. Doch soweit ist die Welt noch nicht. In der entstehen erst Mal Wort-Ungetüme:

REPARATURVERSUCHS-ABENTEUER

Die traurigen Helden

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