Ich schwanke zwischen lauthals lachen und angewidert sein.
Vor mir in einem niedrig eingegrenzten Karee bewegt sich kopfnickend und schwanzwedelnd eine überschaubare Herde Dackelwesen. Sie haben Menschenköpfe und Gesichter, ziemlich groß.
Ich schaue Elon Musk in die Augen und immer wieder Jeff Bezos. Mark Zuckerberg ist auch dabei. Die allzu Mächtigen unserer Zeit. In einer anderen Ecke wackeln Andy Warhol und Pablo Picasso herum. Robotniks, Größen vergangener Zeiten, die sonst auf andere Weise in der Neuen Nationalgalerie ihren Platz haben.
Beeple hat sie hier und jetzt in unserem blühenden KI-Zeitalter erschaffen. Erstmalig letztes Jahr auf der Art Basel zu sehen.
Auge in Auge mit Musk hätte ich gern mal mit dem Mars-Verrückten bei Sonnenuntergang ein entspanntes Gespräch geführt, um ihn zu begreifen, ein bisschen besser zu verstehen. Doch das Unternehmen könnte im Reich der Macht und der Mächtigen gefährlich werden. Aber Angst hätte ich eigentlich nicht…
Auch vor der Künstlichen Intelligenz habe ich eigentlich keine Angst, obwohl auch sie nicht ungefährlich ist. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich zwischen Angewidertsein und Lachen. Die Dackel mit den Menschenköpfen könnten vielleicht bei der Wahrheitssuche helfen. Wo etwa ist das Unvermeidliche und Zukunftsweisende der KI zu verorten?
Wer auch Lachen, Weinen und seine Dackelgefühle testen möchte kann das noch bis 10. Mai in der Neuen Nationalgalerie, Berlin, Untergeschoß. Direkt obendrüber passiert das Gegenteil: Formvollendete fast Nur-Form von Brancusi, ein Labsal für die Augen und sogar noch bis August zu sehen. Auch einer, der an Zeitensprüngen arbeitete.

