Episoedchen

Das Bett ist frisch bezogen, der Rest wartet auf Vollendung. Draußen turnt ein wahrscheinlich reichlich Dreijähriger so geschickt auf den Mauern der Kaskaden, dass ich am Fenster bleibe und vergnuegt zuschaue. Zwischendurch den fünften Tag What’s-App-Verkehr mit Vodafon. Und die dritte Woche dank Frequenz-Umstellungen sieben Fernsehprogramme weniger. Das kostet Zeit und Nerven. Mein kleiner Vorrat ist aufgebraucht. In der Küche Ameisenzeit. Sie vermehren sich offenbar im Stundentakt. Ich rede mit ihnen und werde zur Moerderin. Gefühlseskapaden… Der letzte Osterschmuck ist weggepackt, bis auf den großen Silbernen. Ich habe ihn zum Ganzjahreshasen ernannt. Würdevoll dreht er den Kopf weg. Heute ist es angenehm warm. In meinem Körper spukt noch die Fünfte von Mahler vom Vorabend. Über den schönen Spuk legt sich die einschmeichelnde Stimme von Max Rabe während ich mit Knopf im Ohr Staubmaeusen und kunstvollem Spinnengewebe den Garaus mache. Unvollkommen, wie es sich immer wieder zeigt. Der Rabe singt „Manchmal kommt es anders, aber gut…“.

Der Freitag vor der pfingstlichen Auferstehung…

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