Presslufthammer-Sound seit Punkt 7 Uhr. Ein wenig später das lautstarke Zischen der Motorsäge. Ein Mensch verschwindet samt Kabine im dichten Blätterwald der riesigen Linde. Eine Schaufel arbeitet sich durch den Sand. Welch lieblicher Klang. Das Geräusch eines handgeführten Riesenhammers – Nostalgie. Die Vögel haben es aufgegeben die Sonne anzusingen. So klingt das Sommerkonzert am Großstadtsee. Ein Jahr und acht Monate mit zwei Winterzwangspausen. Still ruhte da der Stadtsee mal wieder. Aber jetzt geht’s voran mit starkem Sound. Verheißungsvolle Normalität.
Bald auf dem Fußweg kein Radfahrerterror mehr. Hoffentlich.
Am Himmel übt der Mauersegler-Nachwuchs für die Rückreise. Der Wind flüstert in den Blättern, schaukelt sanft das Wasser. Familie Schwan ist noch nicht in Sichtweite. Sie sind zu Siebt unterwegs. Es sollen am Anfang zehn gewesen sein. Also acht Kinder ausgebrütet nach jahrelangem Misserfolg. Umso erfolgreicher war der Fuchs, wahrscheinlich auch in diesem Jahr ist er kein Hungerleider. Einsam liegt ein umgefallener Baum am Ufer. Es ist Sommer in der Großstadt…
…und ich diskutiere mit der Dreizehnjährigen die Filmwahl für den Nachmittag. Die Wünsche diametral. Wir haben den Kompromiss gefunden. Wahrscheinlich. Plus schlabberigen Bubbel Tea.
Seesperre für mich. Mein Tempel im grünen Waldsaum unerreichbar. Wird schon wieder, irgendwann und -wie.
