Heute war mir der Himmel wohlgesonnen. In der Absicht wieder mal einen meiner Lieblingsorte aufzusuchen, die Alte Nationalgalerie, verpasse ich den passenden Bus um eine Sekunde. Da es eklig kalt ist und regnet, entscheide ich für den nächsten mit etwas anderer Linienführung und etwas längerem Fußweg. Allemal besser, als wartend und frierend herumzustehen. Nachdenklich laufe„Göttlich“ weiterlesen
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Ostwestlich – zehn Thesen zur „Un“Einheit
Wir schreiben den 3. Oktober 2023. Er ist zum Feiertag erhoben. Wir leben jetzt 34 Jahre nachdem alles begann und die Mauer(n) stürzten. Es musste so kommen. Der Rest fällt in die Kategorie Wunschdenken. Wunschdenken, dass viele verschiedene Richtungen verfolgte. Die Gedanken, die ich heute aufschreiben möchte, haben auch etwas mit Wunschdenken zu tun. Aber„Ostwestlich – zehn Thesen zur „Un“Einheit“ weiterlesen
Sommer, Sonne, S-Bahn
Eine Verabredung mit kids&co am Tempelhofer Feld. Gestern sollten die riesengroßen kunterbunten Riesendrachen steigen. Das ist so ein erwachsenes Profiding. Alles andere war aber auch erlaubt. Doch was hatte das Leben mit uns vor? Es begann mit einem Sbahn-Ausfall wegen eines medizinischen Notfalls, passiert öfter mal. Die nächste überfüllte Bahn kam. Bald die Botschaft, dass„Sommer, Sonne, S-Bahn“ weiterlesen
UR-LAUBEN
Meine Laube ist blauweiß gestreift. Steht im Sand und ganz direkt am Wasser. Die kleinen Wellen summen ununterbrochen ihre Melodie. Leise, schmeichelnd, wie der sanfte Wind. Es ist angenehm warm, um die Mitte der 20 Grad. Am Horizont Segelboote und ab und zu ein größeres weißes Schiff. Mein Zehen spielen im Sand. Es ist Mitte„UR-LAUBEN“ weiterlesen
Der Meister
Seit längerem spuken Worte eines Handwerkers in meinem Kopf herum. Die lauteten in etwa so: Der Lehrling lernt die Regeln, der Geselle beherrscht sie. Und der Meister? Der braucht sie nicht mehr. Er hat sie vielleicht nicht vergessen, aber so verinnerlicht, dass er sie einfach hinter sich lassen kann. Dass er sie über den Haufen„Der Meister“ weiterlesen
Ein Spätsommertag
Schmeichelluefte. Streichelluefte. Leicht bewegt. Mild warm. Das Gefühl von Aufgehobensein. Ein Tag wie leckerer warmer Grießbrei in Oma-Qualität oder so ähnlich. Der Fensterbogen von Wein umrankt. Zwei vorwitzige Sprosse haben sich durch das Fenster ins Zimmer gewagt. Ich vergesse für Momente die Krankenhauswelt und die Schmerzen. Was wird kommen, was bleibt…?
Himmel und Erde
ZWISCHENdeinen Augenbrauensteht deine Herkunfteine Chiffreaus der Vergessenheit des Sandes. Da hast das Meerzeichenhingebogenverrenktim Schraubstock der Sehnsucht. Du säst dich mit allen Sekundenkörnernin das Unerhörte. Die Auferstehungendeiner unsichtbaren Frühlingesind in Tränen gebadet. Der Himmel übt an dirZerbrechen. Du bist in der Gnade. So lässt sich eine ganze Biografie in so wenigen Zeilen bündeln. NELLY SACHS hat„Himmel und Erde“ weiterlesen
Fremdeln
Mein neues Pad ist sicher genial. Nur ich bin es nicht. Wir fremdeln miteinander. Es bleibt gelassen. Nur ich leider nicht. Nämlich dann, wenn ich, wie gerade, verzweifelt versuche, ihm auf die Schliche zu kommen. Seine ach so raffinierten, wahrscheinlich genialen Schliche. Dafür bin ich zu altmodisch gestrickt. Spannend ist, dass ich dabei mir selber„Fremdeln“ weiterlesen
Freuen
Heute Morgen weckt mich die Sonne. Vor mir zu Füßen ein riesiges Berlin-Panorama. Raetselspass in der Morgenstunde: Was ist was? Der vom Gewittersturm gestürzte riesige Oleanderbusch strahlt wieder aufrecht in voller Blüte. Ich freue mich auf mein Zuhause, auf den See und natürlich auf die Kinder, die leider bald für drei Wochen verschwinden werden.
Die verlorenen Kinder
N. ist vor drei Tagen 52 geworden. Die Älteste. Sie habe ich auch zuerst verloren. Verloren als Mutter. T. wird demnächst 44. Sie ist mir Stück um Stück abhanden gekommen. Sie lebt sehr nah und ist doch weit weg. Bei P., dem Dritten ist nur die räumliche Distanz groß. Was hat es mit mir zu„Die verlorenen Kinder“ weiterlesen