Schreibunlust

So ganz genau weiß ich es nicht, nicht woher sie kommt, diese Schreibunlust. Erst blieb keine Zeit und Kraft – weil, na ja der verbliebene Sommer wollte ausgekostet und genossen werden. Dann holten mich die mit Schmerzmitteln ignorierten Alt-Werde-Wehwehchen ein und wurden ein bißchen zu groß. Dann blieb nur wieder eine Wartezimmerendlosschleife und es geschah„Schreibunlust“ weiterlesen

Vermischte Zeiten

An den Fundamenten des entstehenden Preußens. Neugierig, wie sich ein neuerstandenes Schloß ohne König und Königin in der Mitte Berlins anfühlt, landen wir fürs Erste im Untergrund. Das ist ja nicht die schlechteste Idee, sich von Unten nach Oben hochzuarbeiten. Eine der kartenpflichtigen, derzeit aber noch kostenlosen Ausstellungen, im auferstandenen Gewerk ist der Schloßkeller. Wir„Vermischte Zeiten“ weiterlesen

Randbemerkungen 12

Die Taliban rücken vor in Richtung Kabul. Die Welt kapituliert. Einerseits nüchterne Nachrichten. Andererseits werden die Truppen abgezogen, die Frieden stiften sollten. Sind wir dieser in eines Gottes Namen mordenden Bande ausgeliefert? Nur noch Ohnmacht? Und der IS, der längst in Europa sein Unwesen treibt… Eigentlich können wir all das nicht von uns fern halten.„Randbemerkungen 12“ weiterlesen

Randbemerkungen 11

Während mich die Gedanken an die Völkerschlacht bei Leipzig einholen, feiert meine Tochter heute ihren Geburtstag. Das Wunschkind, das in einer warmen Sommernacht blitzschnell zur Welt kam. Sie erlebt das Glück der Alltagskämpfe. Ich glaube, dass es wirklich Glück ist, wenn wir uns im gewöhnlichen Alltag abarbeiten dürfen und daran wachsen. Mehr Mensch werden im„Randbemerkungen 11“ weiterlesen

Nur Grauen! Nur Grauen?

Grausam, was gerade wieder in Afghanistan passiert. Ich muss an die junge Frau denken, der ich vor 30 Jahren bei ihrer Diplomarbeit geholfen habe. Jung, schön – unverhüllt, was damals auch in Afghanistan noch möglich war. Sie ging zurück in ihr Land, zuversichtlich in die Zukunft schauend. Nur wenig später war wieder alles anders. Durch„Nur Grauen! Nur Grauen?“ weiterlesen

Randbemerkungen 10

Viertel nach Neun. Es dämmert. Schon. Der Sommer soll sich noch nicht davon machen. Bitte!!! Die Dunkelheit, die Kälte, das Eingeschlossensein haben jüngst zu lange gedauert. Können wir mit Delta nicht weiter leben… Einfach leben. Mit aller Vorsicht. Die Dunkelheit und die Kälte kann ich nicht verhindern. Aber dann braucht meine Seele Bilder, im Kino,„Randbemerkungen 10“ weiterlesen

Mal wieder der Faust

Ich werde IHN nie in- und auswendig kennen. Wenn das überhaupt geht. Ich werde IHN immer wieder neu erleben. Und Neues entdecken. Ich spreche von Faust 1 und 2, meist auf der Großen Bühne des Goetheanum. Goethes großes Alterswerk besitzt die Fähigkeit, sich zu verjüngen. Während ich älter werde. Ein spannender Prozess ist das, der„Mal wieder der Faust“ weiterlesen

Randbemerkungen 10

Zurückerobert. Mein Zimmer. Zwei Abende hat’s gedauert. Playmobil ist besiegt. Bis auf kleine Reste im Puppenhaus mit Duldungserlaubnis. Der Rest verbannt in Kisten und Unterbett-Kommoden. Vier Wochen gehört mein Reich wieder mir. Urlaub von den playmobilsüchtigen Enkelkindern. Expansion ist gar kein Wort für das, was sich in den letzten Wochen ereignet hat. Aus einer Familie„Randbemerkungen 10“ weiterlesen

Titelhelden aus der Ritterzeit

Das war Gestern spannender als ein Krimi. Aber, ich hätte den Titel gern durch Zwei geteilt. Dieses Elfmeter-Schießen – nach 110 Minuten völliger Verausgabung bei einem kräftezehrenden Spiel – war doch ein Glückspoker. Beide Mannschaften haben mich mit einem richtig guten Endspiel verwöhnt. Italien und nicht England – ich hätte es beiden gegönnt. Warum sind„Titelhelden aus der Ritterzeit“ weiterlesen

„Beuys hatte ich nicht nötig“

Auch so ein Satz. Er kommt ganz nebenbei, völlig uneitel. Einfach selbstverständlich. Es geht um ein Lebenswerk, das einer Berliner Künstlerin. Eigentlich um ein Leben. Sie erzählt, wie sie als Studentin in der Düsseldorfer Künstlerszene in bewegter Runde neben einem Mann mit Hut sitzt. Später erfährt sie, dass es Beuys war. Ich sage erkennend ‚Aha‘,„„Beuys hatte ich nicht nötig““ weiterlesen