Randbemerkungen 3

Der Baum. Da steht er. Stark, unabhängig, in den Himmel wachsend. Im tiefsten Innern aber sehr sensibel und verletzbar. Dann aber umringen ihn die Kastanie, die Birke, die Esche, die Eiche, die Espe, die Weide, die Ulme, die Akazie… Allesamt weiblichen Geschlechts: DIE. Der Ahorn tanzt aus der Reihe. Aber ansonsten, auch geografisch ein wenig„Randbemerkungen 3“ weiterlesen

Verführt, verlockt, verraten

Es ist simpler als es klingt. Die Frühlings-Sonnenstrahlen locken, verführen…endlich! Und ich bin gnadenlos verraten. Knallrote Augen, das Gehirn upside down und gleichzeitig im Narkosezustand. Die uralten Platanen vorm Fenster haben es mir sozusagen mit dem Holzhammer gegeben. Zarte Pollen mit großer und weiter Streukraft haben mich in diesen Zustand versetzt. Einem Zustand, der einem„Verführt, verlockt, verraten“ weiterlesen

Nachtrag zu „Unpolitisch“

Beim Gehen lässt es sich gut NACHdenken. Ich stolpere über meinen Satz von jüngst, dass auch das Wort Demokratie zur Worthülse, zum Skelett verkommen ist. Und muss feststellen: Nein, ganz so ist es nicht. Beim Blick kreuz und quer über den Globus, muss ich mich korrigieren. Was dieses Deutschland da an Demokratie zustande bringt, das„Nachtrag zu „Unpolitisch““ weiterlesen

Unpolitisch

Im tiefsten Inneren bin ich unpoltisch. Habe ich wahrscheinlich schon mal geschrieben. In ruhigen Zeiten lässt es sich damit leben. Aber wir haben keine ruhigen Zeiten. Wenn ich anfange nachzudenken, stecke ich stets und ständig im abgründigsten Schlamassel. Und versuche mich zu sortieren. Erstens: Bin ich zutiefst dankbar, dass es Menschen gibt, die Politik machen„Unpolitisch“ weiterlesen

Randbemerkungen 2

Das Älterwerden – auch schon in sehr jungen Jahren – bringt manchmal Verblüffendes mit sich. Beachtliche acht Jahre feierte das Kind jüngst sein lebensfrohes Dasein. Und es besteht auf Traditionen. Die heißen zum Beispiel Gummibären-Torte. Eine große und eine kleine. So muß es sein, wenn es auch schon längst nicht mehr um lukullische Höhepunkte geht.„Randbemerkungen 2“ weiterlesen

Randbemerkungen 1

Plötzlich stehen Sätze im Raum, die haben es in sich und sollten aufgehoben zu werden. Jüngst mit der Achtjährigen unter den Linden unterwegs. Beim überdimensionalen Alten Fritz wird eine Betrachtungspause eingefordert. Wir umrunden das Denkmal. Der Sockel bringt sie ins Grübeln. Was sind das für Männer? Die Fürsten, die dem König gedient haben. Noch eine„Randbemerkungen 1“ weiterlesen

Leidenschaften

Im diesem Wort steckt etwas Tückisches, wenn ich es zerpflücke. Leiden, schaffen und schaf(f)t, … Leidenschaft. Merkwürdig, da ja eigentlich große Gefühle gemeint sind. Unsere schöne deutsche Sprache. Genauer hingeschaut finde ich, dass so ungeheuer viel Wahrheit drinsteckt. Viel mehr als uns wahrscheinlich im alltäglichen Sprachgebrauch bewusst wird. Wir sind leidenschaftliche Sportler, Sänger, Tänzer, Lesende…„Leidenschaften“ weiterlesen

Was mir Angst macht

Nein, nicht Corona. Die nehme ich ernst, bin vorsichtig im Umgang mit ‚ihr‘ und weiß, dass es einfach auch Unabwendbares, Schicksalhaftes im Leben gibt. Angst macht mir etwas anderes, an das ich nicht erst seit Heute und Gestern stets und ständig stoße. Ich nenne es mal Ideologien. Die harmloseste Wörterbuchdefinition dazu lautet erst mal ganz„Was mir Angst macht“ weiterlesen

Lob und Widerrede der guten alten Schule

Flächendeckend Schule für alle, kostenlos und verpflichtend – das ist auch heute noch in der Mitte Europas eine große Errungenschaft. Die Startbox ins Leben, die allen Kindern zukommt. Klar, gibt es auch da Unterschiede. Denn, das, was jedes Kind von zu Hause mitbringt, das bleibt sehr unterschiedlich. Ich bin weit davon entfernt zu meckern. Nur,„Lob und Widerrede der guten alten Schule“ weiterlesen