Randbemerkungen 15

Ich plädiere nicht für Querdenken. Ich plädiere fürs Selberdenken. Ein Selberdenken, das Querdenken nicht ausschließt. Querdenken aktuell gerät mir zu oft zum Aufgreifen des von Anderen Vorgedachten.

Aus Querdenken ist Ideologie geworden. Wehe, ich folge nicht den Querdenkern. Denn sie wissen ES. So etwa.

Ich glaube nicht, ES zu wissen. Doch ich habe meine Erfahrungen, mein Wissen und auch meine Intuition. Und ich versuche, das alles immer wieder neu zusammen zu bringen. Daraus entstehen nicht unbedingt ganz neue Gedanken. Aber, es sind meine Gedanken aus denen meine Entscheidungen resultieren. Zu denen ich erst mal stehen kann. Wie lange, das bedarf immer wieder einer erneuten Überprüfung.

Ich bin immer offen für einen Diskurs, der neue Gedanken ermöglicht. Der anregt. Doch ich möchte mich nicht auf mir fremde Gedanken festlegen lassen.

Althergebrachtes gegen den Strich zu bürsten, finde ich, ist eine tolle Methode für Erkenntnisgewinn. Schade, dass das schöne Wort vom Querdenken in den letzten zwei Jahren verkommen ist. Von Ideologien habe ich genug. Deutlicher gesagt, es reicht mir. Von guten Gesprächen, auch mal heftigen Debatten, da habe ich überhaupt nicht genug. Wunderbar, wenn neue Denkansätze entstehen.

Alles auflösen – die Teile neu zusammensetzen – der eigenen Phantasie Raum geben: Irgendwie so wäre meine Definition von Querdenken. Ein Paul Klee aus der Sammlung Berggruen

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