Hundeleben (3)

An einem schönen warmen Juli-Bade-Tag in einer kleinen Bucht an der Havel. Ich lasse es mir gut gehen. Nach der dritten Schwimm-Runde treibt mich der Übermut. Ich schwimme sieben Meter weiter zur noch kleineren nächsten Bucht. Es ist noch Vormittag, kein Mensch weit und breit an diesem kleinen Strandstück. Ich verlasse vergnügt das Wasser, um zu Fuß zu meinen Sachen zurück zu gehen. Ehe ich überhaupt etwas denken und begreifen kann, baut sich wild bellend ein beeindruckend riesiges Hundewesen vor mir auf. Und ehe ich Hilfe rufend nach einem Herrchen suchen kann, liegen schon zwei riesige Pfoten auf meinen nassen Schultern. Irgendwie gelingt es mir, ihn, anbläffend, abzuschütteln. Jetzt sitzt die Angst mir wirklich in den Knochen. Ich zittere im warmen Sonnenschein. Wehrlos und hilflos.

Erst in diesem Moment erscheint der Besitzer: „Ist doch nichts passiert?“ Doch, ein ziemlicher Kratzer am Oberschenkel vom Absprung. Er zuckt die Schultern und verschwindet. Nicht mal eine Entschuldigung. Ich versuche empathisch die Gedankengänge des Herren nach zu empfinden. Vielleicht so: „Was stört sie unsere Mittagsruhe, soll sich nicht so haben… Wir waren ja nicht am Hauptstrand.“ Wo Hunden der Zutritt verboten ist. Doch vielleicht war er Herrchen eben auch erschrocken und damit sprachlos.

Seit diesem Tag bin ich noch vorsichtiger bei Begegnungen mit den so sehr geliebten Vierbeinern. *Siehe Hundeleben (1)

An diesem friedlichen Ort

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