Vier Monate später…

Ursprünglich hieß dieser Beitrag „Vier Wochen später“. Vergessen lag er in meinem Entwurfsdepot, unveröffentlicht, was weiß ich warum. Entstanden vier Wochen nach einer schönen Sommernacht im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie. Jetzt, wo es grau, feucht und nebelig ist, finde ich diese Erinnerung ziemlich passend. Verheißung für einen kommenden vielversprechenden Sommer. Bei allen anderen Eruptionen da draußen, einen solchen wird es trotz alledem geben. Zum Kräftesammeln, zum Einssein mit der Natur…zum Dankbarsein. Und jetzt die Sommerzeilen:

…immer noch im Genussmodus:

Noch das Seewasser der letzten Tage auf der Haut spüren.

Beim Feldenkrais die Glieder zurechtrücken.

Mich an angenehme Tage in angenehmer Gesellschaft erinnern.

An der Haltestelle stehen und die Sonnenstrahlen im Gesicht tanzen lassen.

Ein paar blassrosa gefüllte Rosen kaufen mit üppigem Blattwerk und Dornröschenheckenstacheln.

Glücklich die Blumen für Balkon und Vase nach Hause tragen. Und sie seit dem bewundern.

Zufällig an einer Lunchtafel vorbei kommen und wissen: darauf habe ich heute Appetit. Alles für 7,50 Euro, das gibt es tatsächlich noch. Und es war richtig gut.

Mich mit der Nachbarin über die Rosen freuen.

Die Mittagspause ausgestreckt und spielend genießen.

Nachmittagskaffee mit frischem Marmeladenbroetchen.

Noch ein bisschen Stricken.

Wissen, dass heute nichts mehr sein muss.

Merkwürdig wie leer mein Kopf seit Wochen ist. Ein Hitzephaenomen? Doch mir geht’s gut und ich genieße alles, was wieder geht.

Nachtrag: Und so ist es bis Heute. Auch jetzt verzaubert mich die Havellandschaft, faszinieren die Spiegelungen im See, das Schilf im Wind. Zwischen der Langen Brücke in Potsdam und der Glienicker Brücke präsentieren sich außerdem neue, ganz besondere Durchblicke. Danke ihr Bäume, dass ihr für eine Weile eure Blätterpracht zu Boden fallen lasst und das ermöglicht.

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