Neu Sein Werden

Das Jahr mit der Schnapszahl hatte es in sich. Es war existenziell und herausfordernd. Im Großen und im ganz Persönlichen. Es muss alles neu gedacht und definiert werden. Das ist mein Gefühl. Für das Große Ganze bin ich zwar nicht im Denken, aber im Tun an meinen Grenzen.

Mich selbst neu denken und ins Handeln kommen, wird zur ultimativen Herausforderung.

2023 – was mache ich mit Dir, aus Dir?

So habe ich um die Weihnachtszeit begonnen zu schreiben. Und heute, am letzten Tag dieses Jahres, habe ich das Gefühl in einem leeren Raum zu schweben. Ankommen ist unmöglich, Dasein gefragt. Wie? Selbst die Idee fehlt. Ehe es noch kryptischer wird:

Lexikal bedeutet kryptisch verborgen, aber auch geheimnisvoll, mysteriös, unklar, unverständlich, vage, verwirrend usw. Dieses Wort hat viele Ebenen. Ich versuche mal drei für mich wesentliche Gedanken:

In den Trümmern einer Großstadt bin ich vor endlos vielen Jahren angekommen. Ich war ungefähr Drei und habe gefragt: Was ist das? Ich kann mich wirklich erinnern. Auch an für mich unbegreifliche Erklärungen. Geblieben ist die simple Frage – bis heute: „Warum? Muss das so sein? Wahrscheinlich ist das eine der wesentlichen ersten biografischen Erinnerungen. Wo ich damals stand, bestimmt heute Glimmer und Glitzer das Bild. Und Schönes Altes ist auferstanden aus den Ruinen. Jetzt bin ich biografisch beim Endspurt angekommen und seit fast einem Jahr ist Krieg wieder so hautnah und real, wie Jahrzehnte nicht. Ich fühle mich so grundlegend ungeschützt, fragend, ohne Antworten zu bekommen, verloren auf dieser Welt. Wie einst das Kind. Möglicherweise kann Politik Schlimmstes verhindern. Wahrscheinlich haben die Menschen noch immer endlos zu lernen. Das Bekriegen im Kleinen aber könnte aufhören, wenn geübt wird. Toleranz, gegenseitige Akzeptanz, Respekt, liebevolles Aufeinanderzugehen sind, glaube ich, die kleinsten Bausteine.

Wir hatten wieder mal einen heißen Sommer. Schön, denn mit dem Älterwerden brauche ich mehr äußere Wärme. Doch die Erde trocknet aus. Fast vor der Haustür hat der Wald wochenlang gebrannt. Was jetzt geschieht ist bedrohlich für die Erde und alle, die lebendig mit ihr verbunden sind. Hat die Zeit der endlosen Wachstumsraten endlich ein Ende? Konnte der Zwang nur von außen kommen, weil wir sehenden Auges nichts ändern konnten. Ist dieser Zwang endlich groß genug, um die ach so erfolgreiche, auf endlosem Wachstum basierende Marktwirtschaft in die Knie zu zwingen und den Finanzhierarchien ein Ende zu bereiten? Wir haben doch alles, um die Schönheit unserer Erde und unserer Welt zu erhalten. Es könnte, mit dem, was uns an Wissen und Fähigkeiten zur Verfügung steht, doch unendlich sozialer und lebenswerter für ALLE werden. Ich weiß, so einfach ist es nicht. Revolutionen bringen, außer neuer Gewalt, nichts. Bloß, ich bleibe dabei, das Paradies für alle ist jetzt schon möglich. Wer macht den Entwurf, wer setzt ihn um? Krieg können nur Irre wollen. Wohin mit ihnen….

Ich selbst ringe mit einer Leere, einem inneren und äußeren Vakuum. Die Krise ist allseitig. Das fühlt sich überhaupt nicht gut an. Ich muß mich neu verorten und weiß nicht wie. Es fehlt an Kraft.

Der Krieg, das Klima, das Eigene – Krisen sind Chancen, dass es neu werden kann. Was wäre der Gewinn aus diesen Herausforderungen?

Kryptisch!?

Fortsetzung folgt.

Zu wissen, nicht allein zu sein, aber mir selbst helfen müssen: Ausblick 2023

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