Der Blick aus dem hohen dritten Stockwerk auf ein leuchtend blaues Blütenmeer. Riesige Jacarandabaeume rahmen den Platz da unten ein. Ein Weltenwechsel. Vom ziemlichen Norden in den ziemlichen Süden. Und noch mehr: Zeitenwechsel. Auf dem Platz sitzt Picasso auf einer Bank. Der bronzene P. lebt weiter in seiner Geburtsstadt. Ein paar hundert Schritte vorwaerts lädt„Zeitlosigkeit“ weiterlesen
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For ever: Werdend
Das Gewordene ist mehr geworden, aber das Werden hört nicht auf. Im Alter. Ich bin auf der Suche, mal wieder oder wie immer. Sagen wir mal so: Das Frausein, die weiblichen Fähigkeiten haben sich in den letzten Jahren ein bisschen mehr ins allgemeine tägliche Bewusstsein gedrängt. Ich sage bewusst „ein bisschen mehr“, weil ich einen„For ever: Werdend“ weiterlesen
Inmitten
Mittig, mittendrin, inmitten, mittellos, mittelbar, vermittelt und vermitteln, unmittelbar, bemittelt, unbemittelt, Mittelding, mittenmang, mitmachen, mittlerweile, unvermittelt, Mitleid… Wie nah sind sich die Mitte und die Mittel und einfach das Miteinander?
Ostwestlich (17) Ich bin verzweifelt
Je mehr ich versuche, meine (Lebens)Geschichte zu teilen desto mehr Unverständnis, beinahe Aggression provoziere ich im Raum – ungewollt. Ich bin verzweifelt. Was ich erlebe? Ich bin meiner Geschichte beraubt. Ein nicht mehr vorhandenes Land DDR, in dem ich die ersten vierzig Jahren meines Lebens verbracht habe, existiert nur noch aus altbundesrepublikanischer Sicht und Deutungsweise.„Ostwestlich (17) Ich bin verzweifelt“ weiterlesen
Zwischen Werden und Gewordensein
Das Werden findet viel Zuspruch, Zuwendung und freudige Erwartung. Sehr zurecht. Ein Neugeborenes wärmt das Herz. Die ersten Jahre werden voll freudiger Wachheit erwartungsvoll begleitet. Dagegen ist das Gewordene doch ziemlich unterbelichtet. Damit tun wir uns viel schwerer. Der andere Pol, das Alter, wird mit Krankheiten, Pflegebedürftigkeit, mit der Angst vor Demenz verbunden. Jedenfalls erscheint„Zwischen Werden und Gewordensein“ weiterlesen
Bauchschmerzen
Das Unverdauliche verdauen…geht das? Wahrscheinlich nicht ohne Bauchschmerzen. Eher Krämpfe. Im Moment scheint‘s, dass das Parteien-Gezoffe weiter geht – ungeachtet des rundherum drängenden Handlungsbedarfs. Kann es tatsächlich sein, dass die Parteiendemokratie sich überlebt hat? Doch gibt es eine andere Demokratieform? Wäre doch ein Forschungsthema, wo doch inzwischen alles erforscht wird. Ich bin immer noch für„Bauchschmerzen“ weiterlesen
Dubai-Schokolade und der Morgen danach
Es waren der Hype um dieses süße Etwas und meine sehnsüchtigen Geschmacksnerven. Der unanständige Preis ließ nur eine Begründung zu: Weihnachten. Dann lag sie unberührt und unbedroht im Kühlschrank und wartete auf die Feiertage. Fuhr zweimal S-Bahn und wanderte wieder in den Kühlschrank. Es musste eine besondere Gelegenheit sein – eher gefühlt als gedacht. Dieses„Dubai-Schokolade und der Morgen danach“ weiterlesen
Schicksalsträchtig
Kann sein, dass heute die Weichen gestellt werden. Kann aber auch sein, dass sie schon längst gestellt sind. Wer weiß…Schließlich kann ich die Welt nur nehmen wie sie ist. Und, wenn’s irgend geht, mein Bestes dazu geben. Möglich, dass es nur noch sehr wenig ist. Habe ich die Wahl? Haben wir sie? Wer ist WIR?„Schicksalsträchtig“ weiterlesen
In diesen Tagen…
…und Morgens um 6 Uhr schallen Winterlieder, begleitet vom begeisterten Ruf „Es hat geschneit“ , durch die Wohnung. Erst hatte ich mich gewundert, dass wieder Weihnachten besungen wird – ja, aber da schneit‘s ja auch ziemlich oft. Die Begeisterung ist riesig, das Fenster belagert. In der Dämmerung kommt es dann endlich zur Schlittenpartie. Mir wird„In diesen Tagen…“ weiterlesen
Träumen
Mich wegträumen aus der Wirklichkeit. Aber wohin? Geradezu gierig stürzen sich mein Auge, mein Geist auf einen Satz. Der liegt seit Monaten auf meinem Schreibtisch obenauf. Ein Satz von Wolfgang Held fesselt mich: „Wahrheit, Schönheit, Güte – das sind die drei Versprechen, dass der Himmel zur Erde kommt.“ Mein Radio läuft seit heute Morgen nebenher.„Träumen“ weiterlesen