Oder? Ich finde schon. Jeder Mensch kann sich irren, hat sich schon öfter mal in seinem Leben geirrt. In größerem Format bestimmt auch. Ich finde es nicht schlimm, das Irren. Wie gesagt, es ist menschlich, sehr menschlich. Die Alltagsfloskel ist uns sehr geläufig. Aber: Warum fällt es den meisten von uns so schwer zu sagen„Irren ist menschlich“ weiterlesen
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Zuviel Moral
Ich weiß nicht mehr, wer es gesagt hat – irgendein Philosoph oder Wissenschaftler jüngst im Radio. Aber die Aussage ist hängen geblieben: Die Gesellschaft sei ihm zu moralisch. Seit dem kreisen meine Gedanken um die Aussage. Kann es ein Zuviel an Moral geben? Eigentlich nicht, finde ich. Wir sollten doch nie genug davon haben. Das„Zuviel Moral“ weiterlesen
Caspar
Allein vom Vornamen – Caspar – geht für mich eine geheimnisvolle Faszination aus. Wenig rational, dafür schon beinah religiös. Es entstehen sofort Bilder vor meinem inneren Auge. Abendstimmungen, sprechende Dunkelheit. Bilder, in denen ich mich verliere, Unendlichkeit, Zeit- und Raumlosigkeit. Alles Eins und ich mittendrin. Ein Sog… Vor vielen Jahren gab es für mich ein„Caspar“ weiterlesen
Nachtrag zu den 17.
Heute wiederentdeckt!
Randbemerkungen (17)
Ein lauer Sommerabend im Frühling. Wir sitzen draußen vor der Tür und verdauen Kafkas letzte große Liebe, die wir gerade im Kino miterleben durften. Sabin Tambrea war ein hinreißender Kafka. Leidenschaftlich tief lieben sich die Beiden, obwohl sich schon der Tod eingeschlichen hat. Wir stoßen an auf den schönen Abend und schauen auf den Kirchturm„Randbemerkungen (17)“ weiterlesen
Mensch sein
Was könnte der Mensch sein, wenn er es werden wollen würde? Ein vollkommenerer und vielleicht sogar ein vollkommener? Das klingt erst mal etwas verstiegen. Ich glaube langsam, dass der Mensch an sich gar nicht weiß, dass das möglich ist. Vielleicht brauchen wir unsere Schulen, um genau das zu lernen. Der Rest lässt sich beiläufig und„Mensch sein“ weiterlesen
Zu viel Gefühl…
…ich bin schon wieder bei einem Zuviel. Nach der Moral das Gefühl. Ich wage jetzt mal die These, dass zu viel Gefühl oft verheerend ist. Die einen ertrinken buchstäblich in ihren Glücksgefühlen, in einer großen Liebe. Der Schritt zum Aussersichsein und damit auch einem Ausgeliefertsein ist oft nur noch ein kleiner. Meine Gefühle, und wenn„Zu viel Gefühl…“ weiterlesen
Ostwestlich (17) – heute wird‘s länger
Ich bin wieder bei mir, bei meinen Gedanken angekommen. Im Radio geht‘s um die Oskar-Nominierungen. Ein Gespräch mit dem Regisseur vom nominierten „Lehrerzimmer“. Er ist glücklich und gleichzeitig verstört. Während Wim Wenders und Sandra Hüller überall benannt werden – sehr zurecht wie er sich verehrend bekennt – taucht sein Name nirgendwo auf. Er erlebt Rassismus„Ostwestlich (17) – heute wird‘s länger“ weiterlesen
Unbehaust
Bei allen Brüchen, Verunsicherungen, Herausforderungen – ich habe mich in mehr als sieben Jahrzehnten nie so unbehaust gefühlt wie in diesen Monaten. Es wackelt und crashed. In der großen, kleinen Welt da draußen und in meinem Leben. Spiegelbilder? Das Einzige, dessen ich mir gewiss bin, ist, dass ich innere Arbeit leisten muss und auch will.„Unbehaust“ weiterlesen
Einfach nur (Winter)Stille
Der Bahnstreik hat genervt. Aber nicht nur. Er hat mehrfach meine Kreativität herausgefordert. Und das wiederum hat Spaß gemacht. Zum Beispiel die Rätselaufgabe: Wie komme ich ohne Auto, S-Bahn oder Regionalbahn von Berlin nach Potsdam? Ab und zu fuhr eine Regionalbahn, war mir zu unsicher. Schließlich wartete der Erstklässler in der Schule. Eine etwas aufwändige„Einfach nur (Winter)Stille“ weiterlesen