Weiter holpernd, stolpernd…

Ich hätte soooo gern eine schöne Blog-Seite, aber ich beherrsche das Handwerkszeug nur partiell. Also, wer helfen kann…! Vielleicht wird’s noch mal.

Deshalb war erst einmal Entspannung angesagt: (Fast) ein Tag V A B A L I. Da war’s fließend, flüssig, extrem still, warm und kalt und wieder ein Vollmond, dieses Mal über dem türkisfarbenen Außenpool. Wasserbetten zum Ausruhen, köstliches Essen und…nicht ein Smartphone on air. Die mussten im Gaderobenschrank allesamt darben. Detox für Geist und Seele. Altmodischer: Kurzurlaub.

Kurzentschlossen Stippvisite bei den Kids am nächsten Tag. Da gab’s mal was anderes: Waffeln überm offenen Feuer mit neuestem ultimativen Gerät an der kalten Winterluft  gebacken und wild zaubernde Kinderlein. Vier insgesamt, deren Juchzen schon von weitem zu hören war.

Und nun ist’s schon wieder Sonntag. Nach dem Vollmond soll sich ja immer alles ändern. Vielleicht nicht nur das Wetter, sondern auch das Holprige vom Anfang des Jahres. Und schneien darf’s auch. Heute zuletzt noch ein Ratebild:

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Stolpernd ins runde Neue Jahr

Könnte es nicht mal wieder aufhören? So ein Geholpere am Jahresende und Anfang! Mein Emailaccount funktioniert seit einer reichlichen Woche nicht. Irgendwie stört der auch noch meine Bank-App. Da scheint es schon lächerlich, dass unmittelbar vor Weihnachten meine Toiletten-Brille zerbrochen ist. Das Paketband ist unverwüstlich und hält noch immer die Teile  zusammen, so dass die Not sich in Grenzen hält. Mit dem Konto und den Emails ist das schon eine andere Sache – abgeschnitten von der Neuen Welt. Da hilft mir nur noch der feine alte Spruch: Was ich nicht weiß, das macht mich nicht heiß. Und dann krachte es nun heute noch einmal ganz mächtig mitten im meditativen Weihnachtsbaum abschmücken. Wieder eine Reparatur nahe dem vierstelligen Bereich……………….. Laaaaaaaaange Pause. Fürs Auto. Wer will mich da aus der Fassung bringen?

(Fortsetzung drei Tage später)

Stolpern. Was steckt in diesem Wort eigentlich drin?  Die ersten vier Buchstaben klingen für mich nach einem Schubs, unerwartet von hinten in den Rücken: STOL, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und dann hinfallen oder sich gerade noch abfangen können: PERN. Für diese Klangbilder liebe ich die deutsche Sprache. Aber: Was macht das Stolpern mit uns? Zuerst erschrecken, dann verärgert sein und vielleicht verschreckt sein bei dem Gedanken, in welche Schwierigkeiten einen das hätte bringen können oder tatsächlich bringt. Mmmhhh… Es macht uns eigentlich nachdenklich.

Ich jedenfalls werde innerlich in Bewegung gebracht, da hängen (ohne nähere Erläuterung) drei soziale „Zeitbomben“ dran. Fühlt sich jedenfalls für mich so an. Ich muss gründlich nachdenken, ausloten, bei mir sein und diese Herausforderungen annehmen. Ob ich will oder nicht. Und dabei wollte ich doch wieder regelmäßig schreiben – hihi ! Sorry, geht gerade nicht, ich muss stolpern und mich fragen warum das sein muss. Nix mit schönem runden Jahr. Sondern mittelschwer verzweifelt in mich gehen und dann mich ins irdische Chaos da draußen stürzen.

Es hätte doch so schön besinnlich anfangen können, dieses 2020. Vergnügt in mich hinein lächelnd, meinen lustigen Weihnachtsbaum entkleiden, ein paar Seiten im Faust lesen und mich auf den Sommer mit der Neuinszenierung freuen. Doch die Schicksalsmächte da oben wollen etwas anderes von mir. STOLPERND komme ich möglicherweise zur BESINNUNG. Auf andere Art. Eigentlich spannend. Na mal sehen, was daraus wird. Noch habe ich mir nichts gebrochen, möge es dabei bleiben. Ein neugieriges Stoßgebet meinerseits.

Mutprobe 2020

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Der letzte unglaubliche Vollmond im Regenbogen 2019, in Berlin fotografiert  und der Mond am Neujahrsabend 2020 in Potsdam nahe der Nikolaikirche. Mein Auge und meine Seele können sich nicht sattsehen. Schönheit… ist das die himmlische Botschaft für uns?! Für mich würde das passen für dieses Jahr mit der Null am Ende, die auch in meiner Biografie erscheinen wird.

Mut zur Schönheit?!? Was könnte das so alles heißen?

Für mich, für die große, weite Welt…

Warum können wir nicht in einer Welt voller Schönheit leben und auch selbst immer schöner werden, innen und außen. Tagträume, die von dem Grauen in der Ferne und durchaus auch in der Nähe gebrochen werden. So gern würde ich mich diesen Träumen hingeben. Doch was soll’s.

Ich frage mich also: Wie könnte ich in diesem runden Jahr der Schönheit auf die Sprünge helfen?

Die einfachste Antwort: Ganz bestimmt weiter mit aller Naivität an das Schöne und Gute glauben.

Und: Reden, mit Euch allen!!! Das wäre meine Idee, mutiger auf das Gespräch zuzugehen, es immer wieder versuchen. Anecken, damit es vorwärts geht.

Und daß ich mich nicht allzu oft in meine Klosterzelle hoch über dem See zurückzuziehe.

Bitte, geht nicht gleich zwei Schritt zurück, wenn ich mal wieder heftig oder zu deutlich werde. Da steckt nichts Böses dahinter.* Das bin ich, freilich noch immer in der Entwicklung begriffen. Sonst würde es doch schrecklich langweilig in den letzten Lebensjahren, ohne Stolpern und all das.

Schönheit will gesehen werden und braucht Zeit, ein paar Momente wenigstens. Ich stand mitten auf dem Fußweg, habe endlos zum Himmel zu diesem Vollmond geschaut, der im Regenbogen badet. Da war nicht einer, der auch nur mal kurz meinen Blicken gefolgt wäre. Lasst uns doch zusammen entdecken, uns entdecken, ich finde das viel spannender als in der Welt herumzureisen.

Doch auch diesbezüglich stehen bei mir Mutproben ins Haus.

Auf geht’s, kommt Ihr mit? Ach bitte, seid doch so mutig Euch zu zeigen: Eure Schönheit, die Schönheiten, die uns täglich umgeben. Und auch die Schatten. Die gehören dazu. Ich versuche es auch. Bis bald!

* Ich werde mich bemühen hier auf diesem Platz, ein paar solche Themen mit Zündstoff anzubieten… Inzwischen habe ich gemerkt, dass der „Kitsch“ vom 31.12. 2019 auch nicht so ohne ist.

 

HEUTE… 15.10.2017

…ist Sonntag. Oktober. Nach den (vor)letzten Sonnenstrahlen gehascht und meditativ auf dem Balkon die Samenkapseln des Sommers gesammelt, die nun schon ruhen dürfen bis zum nächsten Frühling. Mmmmmh. Und nun? Mir fällt es schwer, Winter zu denken, Spätherbst. Doch ich freue mich an der Ernte des Sommers. Noch blühen viele Blumen auf dem Balkon. Minze und Basilikum duften.

Der Sommer war reich. Documenta in Kassel, schöne Tage in Ottersberg, Bremen und Bremerhafen, Peer Gynth, ein romantischer Abend im Burghof Roßlau, dazu am Tag Schlösser über Schlösser in den üppigen Dessauer Parklandschaften, Schwimmen da und dort und hier hier in Berlin. Die Uckermark ein bisschen erkundet und erschwommen. Septembertage in der Oma-Opa-Enkelin-Konstellation an der sonnigen Ostsee. Noch mal Burg Rabenstein im Oktober „genascht“ . Und dann als Krönung, fast vor der Haustür: Den Fürst Pückler mit seiner unglaublich schönen Babelsberger Park- und Havellandschaft genossen. Unbedingt jetzt noch nachmachen! Was die alten Preußen uns da hinterlassen haben, das ist fast schöner als Sancsoussi. Ich bin so dankbar, dass Geld da ist, die alte Pracht wieder zu erwecken. Alte Gartenkunst und meine Havel-Lieblingslandschaft ergeben eine kunstvolles, nicht künstliches, Gemälde, das lebt und atmet. Schade, dass die Ausstellung dieses Wochenende schließt und der Blick aus den Schloßfenstern vorerst nicht mehr möglich ist. Die Restaurierungsarbeiten gehen nun innen weiter.

Das leicht entrückte Bild ganz oben, das ist dem Fundus der Deutschen Oper zu verdanken. Nebenprodukt eines Entdeckernachmittags mit Lene in der Welt der Oper am Tag der Offenen Tür. Während ich hutmäßig in alte Welten abtauchte, entdeckte Helene die Welt der Oper mit allen Sinnen. Sie tanzt immer noch…

Wenn ich nach innen schaue, waren all die schönen Erlebnisse durchweg mit Kraftakten und Erschöpfung, auch Kränkeln aller Art verbunden. Doch wie schön, dass sie dieses Jahr möglich waren! Dem Irdischen bin ich wieder ein Stück näher gekommen.

Und nun schauen wir mal  – und reden wir vielleicht wieder mal mit einander. Nicht nur über das Wetter. Es ist noch so viel geschehen.

 

Merkwürdiges Leben

Regen erfrischt und macht melancholisch. Passt nicht zusammen. Oder doch?Melancholisch sein, das hat ja auch etwas mit einem nach Innen gehen zu tun. Das wiederum mit Denken. Und Denken erfrischt. Die Natur atmet auf (und ertrinkt inzwischen schon ein bisschen), unser Körper atmet auch durch nach den vielen heißen Tagen. Aber wir haben ja auch noch den Geist zu bieten. Der darf sich nun denkend erfrischen. Die Seele bleibt ein besonderes Kapitel und zieht bei Mensch und Natur mit. Nicht schlecht diese Logik. Also, danke lieber Regen und mal sehen, was dabei rauskommt.

 

 

 

Wieder da…

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Nach mehr als zwei Jahren nun ein neuer Anlauf in der Sylvesternacht 2019. Draußen brodelt es, blinkt und blitzt und regnet es Sterne vom Himmel. Ich möchte Ernst machen und versuchen, regelmäßig meine Gedanken mit Euch austauschen. Wenn es zum Tauschen kommt, wäre es das Allerbeste. Also, bitte unterstützt meine guten Vorsätze. Ich beginne ganz bewusst noch im alten Jahr damit , prophylaktisch sozusagen, dass die guten Absichten nicht on air in meinem Kopf hängen bleiben. Als Bonus werde ich heute zwei Beiträge älteren Datums veröffentlichen, die in meinem Loch hängen geblieben sind. Genug der Vorrede, ich fange mal zur Feier des neuen Jahre mit einem etwas unverfänglichen Thema an…

Kitsch ist köstlich

Ich möchte nicht drin schwimmen, in Maßen bitte. Aber ab und zu braucht meine Seele ein kleines schräges Ding, das nicht unbedingt in die Welt der klaren Linien und Formen der hochdotierten Designer passt. Doch selbst der Däne Kay Bojesen hat vor vielen Jahren einen Holzaffen kreiert, der jetzt Kultstatus besitzt und in der Mini-Variante jetzt für über 100 Euro erjagt werden kann. Ist nett, brauche ich aber nicht. Mit meinem wunderschönen goldbraunen Löwen am Weihnachtsbaum ist das schon eine andere Sache. Das Drei-Euro-Werk von ich weiß nicht wem zaubert immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht. Er, ein Leopard und drei Einhörner leben zur Zeit friedlich nebeneinander am Baum bis sie wieder in der großen Kiste verschwinden müssen. Meine Engelphase habe ich ausgelebt, überlebt haben ein paar der himmlischen Dauergäste. Die Schneekugel muß sein. Und was überbrückt die Zeit bis Ostern? Muss mich mal umschauen: eine blaue Holzkatze (allerdings von einer gestandenen Künstlerin), die immer wieder neu arrangierte Plüschtierecke der Enkelkinder, eine große silberne Kugel – nein zwei, ein männerfaustgroßer Käfer mit schwarzen Punkten, der die Krümel vom Tisch wegschleckt… Kitsch?

Ich bin mit den Worten meiner Mutter aufgewachsen, „das ist Kitsch, das kommt mir nicht ins Haus“. Meist handelte es sich um irgendein aktuelles Kult-Spielzeug. Alle hatten es, nur ich durfte nicht. Sehnsüchtig schaute ich zu, wenn die anderen ihre Glitzerengel-Stammbuchbilder tauschten, Mackie-Igelfiguren aus der Schultasche zauberten. Ich hätte ja sagen können „Mit solchem Kitsch gebe ich mich nicht ab“. Nee, habe ich nicht, die Sehnsucht war größer als die mögliche Schutzbehauptung.

Dafür gibt es bei mir jetzt im reifen Alter …s.o.

Was aber ist denn nun Kitsch?

Charakteristika wie billig, Massen- und Wegwerfware, von allem etwas zu viel, ästhetisch kaum bis nicht aushaltbar könnten passen. Ja aber, wenn mir doch diese Spieluhr mit den tanzenden Mäusen ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Und die Mäuse auf meine feinen kleinen Designerstücke pfeifen. Die stören sich nicht. Ich glaube, die mögen sich sogar. Weil ich sie mag? Weil es mir Spaß macht? Weil ich bis heute gern spiele?

Also: Weißes Stopp auf rotem Sechseck!!! Was Freude macht, das kann doch nicht in den Müll geworfen werden.  In den realen und den ideolgischen. Es ist doch ein Teil von dem, der es zu sich geholt hat und erzählt eine ganz persönliche Geschichte. Seid gnädig! So etwas Schönes wie Spielen und Kitsch sind ein Paar, ein begnadetes. Jetzt muss ich doch noch unseren Schiller zitieren:

Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.

Wer weiß, wieviel Wertschätzung und Toleranz sich hinter diesem netten Wörtchen KITSCH verbergen können, wenn wir es uns mal genüßlich auf der Zunge zergehen lassen. Womit ich den Zeitgeist von hintenrum um die Ecke erwischt habe (grinsender Smiley). Ein verspieltes Neues Jahr und alles Gute Euch allen!

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Fremdsprachentalent?

Eine Idee haben, sie einige Wochen bewegen und dann umsetzen… Uff, bis hierher habe ich es ohne Hilfe geschafft. Mal sehen ob der Rest mit meinem Blog „Allovertoday“ jetzt auch noch gelingt.

Mit meinen kleinen Freunden, ich meine meine beiden Äppelchen, gelange ich mal wieder zu meinem Fremdsprachen-Problem. Ich verstehe das Wichtigste, kann einigermaßen intuitiv damit umgehen bis – dann kommt die Logik der anderen Sprache, der mit bloßer Eingebung nicht bei zu kommen ist. Das ist so ungefähr wie mit dem englischen Humor in der Landessprache. Um eine bestimmte, entscheidende Ecke komme ich dann nicht mehr: Blackout oder so. Oder: Nur begrenztes Fremdsprachentalent…

Meinem „Großen“ ging es die Woche auch so. Ich dachte schon, dass ich ihn in die Psychiatrie einweisen muss. Plötzlich hatte er mir u.a. beinah 40 000, in Worten vierzigtausend Bilder auf das Desktop, den Schreibtisch produziert und mein iPhone  fremddupliziert oder so. Apple Care hat medizinischen Beistand geleistet und mit vieeeel Geduld und Zeit am Telefon die Guten wieder auf die Reihe bekommen. Meinen Nerven hat dann nur noch ein kühner Sprung in die lauwarme Havel geholfen. Noch mal Uff.

Wie ihr seht, will ich mal versuchen, mich in die Welt der Blogger zu begeben. Der geniale Einstieg meines Thomas-Schwiegersohns vor ein paar Monaten hat mich dazu angeregt. Ich dachte, ich verlege meine TEATIME-Nachmittage am Lietzensee, erst mal in die Welt der elektronischen Kommunikation. Die TEATIME ist ja Nachfolger von den Salons Kladow/Charlottenburg. Da Holger, mit dem alles begann, sich vor knapp zwei Jahren in die andere Welt verabschiedet hat, könnte dieses Experiment die Verbindung, die für mich sowieso besteht, in erweiterter Runde wieder herstellen. Besser als ein Gedenkstein oder so was. Für ihn war unser Salon eine Herzensangelegenheit. Für mich auch. Und vielleicht wird diese Idee der Begegnung auch eine für euch, wenn es uns gelingt sie jetzt so weiter zu führen. Die leibhaftigen Begegnungen mit Scones und Tee soll es trotzdem noch in Abständen geben.

Und: Außerdem habe ich gerade ganz persönlich die Fünfjahresmarke des Überlebens erreicht. Ziemlich genau auf den Tag. Drei der fünf Jahre war Holger dabei: mit vielen intensiven Gesprächen… Also ein guter Zeitpunkt  zum Beginnen.

Und noch mal ein „und“:  Dann wäre es ja schön, wenn jetzt auch meine erwachsene Familie dabei wäre. Und alle anderen, das wäre wirklich schön. Wir bewegen doch alle das Gleiche und das Gleiche bewegt uns – warum getrennte Gespräche? Und als Gespräch verstehe ich meinen Impuls. Aus geschlossenen Kreisen mit vorsichtigen Schritten, sich immer mehr der vielfältigen Welt unseres individuellen Daseins nähern und ihr uns staunend hingeben. Das wird nur gehen, wenn ihr mit einsteigt. Ich bin gespannt. Mal sehen, ob wir zusammen mit unseren Fremdsprachen-Fähigkeiten( s.o.) weiter kommen.

Gespannt bin ich auch, ob das überall rein technisch ankommt. Heute der Start, die Vorrede und dann werde ich mich nächste Woche wieder melden, wenn ich zurück in Berlin bin.

PS: ich dachte, ich mache es kurz und prägnant, ging aber leider nicht. Sorry!