Mich wegträumen aus der Wirklichkeit. Aber wohin? Geradezu gierig stürzen sich mein Auge, mein Geist auf einen Satz. Der liegt seit Monaten auf meinem Schreibtisch obenauf. Ein Satz von Wolfgang Held fesselt mich: „Wahrheit, Schönheit, Güte – das sind die drei Versprechen, dass der Himmel zur Erde kommt.“
Mein Radio läuft seit heute Morgen nebenher. Es kommt vor allem Aufgewühltes rüber. Ein Spiegel des Großen-Ganzen. Bei mir drinnen sieht’s nicht anders aus. Der Traum sucht den klaren stillen See. Auf den Grund sehen wollen. Ein Ort der Geborgenheit, zum zur Ruhe kommen. Wo finde ich Wahrheit, Schönheit, Güte in meiner Welt?
Ich werde suchen, in meinem Mikrokosmos…
Weniger träumen, mehr suchen…die Hoffnung bleibt.
Vor ein paar Tagen: Eine dünne Eisschicht bedeckt den See und lässt nicht tiefer blicken
Es wird spürbar heller. Wie schön. Doch die Winterbilder haben es in sich: Durchblicke, Ausblicke, Einblicke besonderer Art. Die Natur lädt ein zum Verweilen und genauen Hinschauen. Auch jetzt gibt es eine Überfülle an anregender Schönheit. Ich muss nur der Kälte trotzen und auch mal stehenbleiben. So viele Wunder:
Habt Ihr eigentlich eure ganz persönlichen Helden? Würde mich interessieren.
Ich war Gestern Abend mit Helden-Welten konfrontiert. Um mit meinen Strickprojekten voran zu kommen, brauche ich den Fernseher oder zeitgemäßere virtuelle Varianten. Für mich ist allerdings das altmodische Fernsehen meist die einfachste Möglichkeit: Ich muß nicht groß nachdenken, was ich denn eigentlich schon lange mal sehen wollte. Ein kurzer Blick aufs Abendprogramm und ich habe mir einen Bildschirm-Strickabend zusammen gebastelt.
So auch Gestern Abend. Meist reicht die Energie nur für das Hauptprogramm. Nach Weihnachten war da offenbar noch ein Energieüberschuss und ich bin in Helden-Welten hängen geblieben. Gleich drei davon.
Den Anfang machten die Nibelungen mit ihren Romanzen und dem Haupthelden Siegfried. Nur leider, die großen Heldentaten und Gefühle endeten im fürchterlichen Blutbad und dem Ende eines berühmten Geschlechts. Der sagenhafte Schatz der Nibelungen liegt bis heute auf dem Grund des Rheins. Doch durch meine Biografie geistern seit dem Grundschulalter die schillernden Gestalten von Kriemhild und Brünhild, von Siegfried und Gunther und dem Verräter Hagen. Unser geliebter Klassenlehrer beglückte uns von der dritten bis zur achten Klasse mit Nibelungen-Erzählungen. Meist vor den Ferien oder bei Klassenfahrten. Alle seine Söhne, ich glaube drei oder vier, trugen Namen aus diesem berühmten Geschlecht.
Meine ersten Helden (und Antihelden) sind also eng mit heute deutschen Landschaften verbunden, dem Rhein, Worms, Passau wahrscheinlich, aber auch mit Burgund. Ich verehre die souverän liebende selbstbewusste Kriemhild, die noch selbstbewusstere Brunhild. Ich glaube sie war so etwas wie eine Amazone. Vornan steht der mutige Siegfried, der im Drachenblut gebadet hat. Was ihn am Ende doch nicht vor dem Ruchlosen bewahrt hat…
Nach dem Ende dieser Helden im Phönix-Programm, habe ich weiter gezappt. Und bin bei Anna und Elsa hängengeblieben. Der Eisprinzessin und ihrer Schwester, die über viele Jahre vor allem Mädchenherzen besetzt hielten. Nicht zuletzt das meiner Enkeltochter. Deshalb war ich nun doch mal neugierig auf die ganze Geschichte. Na ja, für zwei Drittel des Films hat es noch gereicht. Und wieder war da ein gemeiner Verräter mit seinem Gefolge. Und ganz viele liebende, mutige Menschen. Unterstützt von einem standhaften Elch und einem quirligen Schneemann. Ganz viel animierte Action und noch mehr wärmende Liebe im Schlußbild. Da gibt es keinen Untergang, stattdessen kann jetzt die gute Geschichte beginnen. Hollywood macht es möglich. Wie schön!
Und dann kam mir vor dem Fernseher nach den alten Legenden und neuen Visionen und noch eine Portion Gegenwart ins Haus. Kai Pflaume präsentierte die Helden und Heldengeschichten des Jahres 2024. Mit und ohne Augenzwinkern. Oder sind die vier Quizz-Kandidaten die eigentlichen Helden unseres tagtäglichen Seins? Showstars des deutschen Fernsehens, Barbara Schöneberger, die ihre Klappe nicht halten kann, der distinguierte Günther Jauch, der singende Strahlemann Florian Silbereisen und Schauspielheld Jan-Josef Liefers. Ich finde sie alle vier sympathisch auf ihre Weise. Aber Helden?
Vielleicht doch. Sie zaubern Welten auf den Bildschirm, in denen es sich wegträumen lässt aus dem täglichen Chaos, von denen es sich träumen lässt. Ich fand es spannend, dass gerade der mit seinen „Alle-haben-sich-lieb-gute-Laune-Schlagershows“ sich am besten in unserer Welt auskannte und den Sieg für eine gute Sache davon trug – Geld für ein Magdeburger Kinderhospiz.
Tja, wie ist das nun mit den Helden?
Mit Liebe hat es jedenfalls immer zu tun. Schließlich entwickelt sich auch mein immerwährender Superhero Parzival vom unbedarften naiven, nicht gerade zimperlichen Jüngling zum Hüter des Grals, dem Hort der Liebe.
Allen meinen Mitmenschen wünsche ich von Herzen ein heldenhaftes Jahr 2025, in aller Liebe…
In erwartungsfroher Weihnachtsstimmung einerseits. Gleichzeitig aufgewühlt. Wieder ein grauenhaftes Weihnachtsmarkt-Attentat.
Bei allem Aufatmen mit Blick nach Syrien, was nun kommt – alles ist möglich, etwas Gutes ist nicht sehr wahrscheinlich oder doch…?
Der Ukraine-Krieg: Mehr Fragen als Antworten.
Was wird ein Trump zusammenbrauen? Und hier in Deutschland? Werden die, die hetzen, die schreien, die Braun bevorzugen noch mehr Oberhand gewinnen?
Kann ein Volk, können die Völker jemals Wege für ein friedliches und gedeihliches Miteinander finden?
Mir fällt es immer schwerer daran zu glauben.
Wieviel hundert Inkarnationen braucht es noch, bis eine Mehrheit der Menschen dafür reif geworden ist. Und über ihr augenblickliches Wohlbefinden hinaus denkt.
Ich schaue immer mehr in Abgründe und habe Hoehenangst.
Und doch: Das Leben ist schön!
Frohe Weihnachten Euch allen und in alle Himmelsrichtungen!
…und es ist. Es ist schön, den Himmel von unten zu sehen. So viel Schönheit! Die Wolkenbilder, die zaubernden Nebel, die Strahlen der Morgensonne, die Magie des Lichts am Abend, überhaupt Sonne, Mond und Sterne, Regen und Regenbogen….Alles, was blüht und wächst, einfach so.
„Es war einmal“ so beginnen Märchen. Doch was ich gerade versuche in Worte zu bringen, das ist kein Märchen. Das gehört zu unserem Dasein. Es ist unser Dasein.
Die Schöpfung, die uns geschenkt ist. Sie bleibt uns, bei allen menschlichen Wirren, die das Zauberhafte so oft entzaubern. Schön, dass es noch so viele Geheimnisse auf unserem Planeten gibt, die entdeckt werden dürfen. Ich für meinen Teil liebe das Wundersame, das Geheimnisvolle. Möge auch davon etwas erhalten bleiben.
Einfach eine leuchtend grüne Wiese im Dezember, ein weicher Teppich für die Füße und eine Wohltat für die Augen
Ich stecke bis über beide Ohren in diesem ganzen, schon fast kriegerischen Politik-Gerangel unserer Tage. Wahrscheinlich die meisten von uns. Meine Überzeugung: Alles schreit nach grundlegendem Wandel. Doch die Gesellschaft ist dafür nicht reif, sie ist noch ziemlich weit davon entfernt. Es gibt einen Drang zum Konservieren.
Und ich selbst? Ich habe keine Angst vor großen Veränderungen. Schon mal gehabt und irgendwie überlebt. Ideale korrigiert, aber nicht aufgegeben. Grundsätzlich habe ich eher Angst vor Stagnation und dem Festschreiben von Althergebrachten. Und vor dem dabei Immer-weiter-im-Sumpf-zu-versinken. Zum Beispiel im Autosumpf. War nicht seit mindestens einem Jahrzehnt abzusehen, dass der Umgang mit und der Bedarf an Autos, sich grundlegend verändern werden. Warum wurde nicht schon lange strategisch neu gedacht? Neue Schritte überlegt? Ich verstehe es nicht. Jetzt ist das Geschrei groß, jetzt wo die Autoindustrie massiv und unübersehbar schlingert.
Ich komme beim Grübeln immer noch zu keiner schlüssigeren Vision: Eine Experten-Regierung plus drei „Gurus“, die das Ganze diplomatisch und vor allem weisheitsvoll managen. Weitblickend und glaubhaft.
Himmlische Perspektiven und Weihnachtszauber – ein wenig Ablenkung, ein wenig schöner Hokuspokus für die Gefühle, wenn sie denn aufkommen im Gewühle…
Ich bin gegenwärtig immer wieder dabei, mir das Nachdenken zu verbieten. Wenn gar nichts mehr dagegen hilft, dann gerate ich in den Sog eines Computerspiels. Denn wohin die Gedanken auch wandern, am Ende lande ich in einer Sackgasse oder in einem wirren Strudel. Ich kann das ganze deutsche Politik-Gedoens nicht mehr hören. Macht endlich Schluss mit der sinnlosen Streiterei und werdet konstruktiv, möchte ich schreien. Und denkt doch mal ein paar Nummern größer und weiter als Wahlkampf. Wo wollen wir enden? In einer lebenswerten Zukunft, im Klimaabgrund oder im totalem Chaos der Chaoten? So kann es doch nicht weitergehen. Am Ende der Strippen ziehen die Haie des Geldes und der Wirtschaft die Fäden und reiben sich über den täglichen Kleinkrieg freudig die Hände.
Was bleibt? Ohnmächtig zusehen? In Gottes Namen hoffen? Im Inneren dagegen halten, wenn draußen nichts mehr geht?
Ich will nicht bestreiten, dass da auch in der Politik noch eine Menge Redlichkeit im Spiel ist. Aber die schützt vor Kurzsichtigkeit nicht. Bitte versucht doch mal miteinander zu reden, freilassend zuzuhören. Wenigstens das.
Der Advent ‘24 naht – was können wir erwarten…
Kurz geblickt: Wohlig warme Weihnachtstage, vielleicht. Oder mit Elon Musk auf den Mars fliegen? Es ist schon schwierig, ein Dorf umzusiedeln, das von Geroellmassen bedroht ist – aber ganze Länder und mehr? *
Heute ist Volkstrauertag. Worum trauern wir? Um die, die gegangen sind? Oft zu früh, viel zu früh. Dazu brauche ich keinen solchen Tag. Die mir nahe waren, sind es jetzt noch. Das ganze Jahr. Für mich sind sie noch immer lebendig, sehr lebendig und begleiten meinen Lebensweg weiter. Ansonsten lebe ich schon immer mit dem Gedanken, dass unser Sein auf dieser Erde unwiderruflich endlich ist.
Meine Trauer hat eine andere Dimension. Meine Seele, mein Geist weinen. ICH weine, weil Menschen noch immer ihren Hass- und Rachegefühlen folgen und morden, sich gegenseitig morden und Kriege ausbrechen lassen.
Ich bin so unendlich meinem Schicksal dankbar, dass ich fast 75 Jahre in friedlichen Landen leben durfte. Und sehen durfte, was Gutes – ich meine nicht Unkompliziertes – unter solchen Bedingungen gedeihen konnte.
Freilich, der Krieg war immer nah. Ich erlebte noch als Kind Trümmer und Ruinen in meiner Stadt, die allmählich wieder zu einer lebendigen Stadt wurde. Und ich wuchs mit einem Vater auf, der ein Leben lang versuchte, seine Kriegserlebnisse zu verarbeiten. Um dann mit fast Neunzig weinend vor einem riesigen Kriegsgräberfeld zu stehen – vor Augen auf den Steinen Geburtsjahrgaenge, identisch mit dem seinen.
Doch weiter weg tobten in meinem Leben auch Kriege und begleiteten mein Leben: Vietnam, Iran, schon näher Ex-Jugoslawien. Jetzt leben um mich herum Menschen, die aus der bekriegten Ukraine geflohen sind. Israel und Palästina sind weiter weg und doch erschreckend nah.
Meinen Enkeln wünsche ich so sehr, dass auch sie in einem friedlichen Land weiter wachsen und sich entwickeln dürfen. Dass Träume wahr werden und dass Frieden kein Traum ist. Und die Kraft, dass sie dazu beitragen und ihr Schicksal annehmen können.
Nicht nur am Volkstrauertag: Verwandeln wir Tränen in Energie für ein friedliches Miteinander!!! Es darf nicht aussichtslos sein.
Einen Aspekt zum produktiven Streiten habe ich heute Morgen ausgelassen. Mehr oder weniger bewusst. Aber, spontane Reaktionen zeigen mir, ich muß noch ein wenig ergänzen.
Meine beiden Anreger Lanz & Precht waren auch ganz meiner Meinung, dass es bei einem guten Streit nicht nur in sanften Tönen zu gehen muss und kann. Dass es auch mal heftig werden darf. Und dass sich so Aggressionen adäquat artikulieren dürfen. In diesem Sinne meine ich, dass auch diese Gefühle – denn dabei handelt es sich um Gefühle – ihren Platz in unserem Leben haben dürfen, ja müssen. Der innere Kraftakt, immer erst zu glätten, bevor ES ‚raus darf, den schaffe ich nicht immer. Als Dauerübung macht er schlichtweg krank. Es kann doch nicht sein, dass nur in Fußballstadien und bei Konzerten gebrüllt werden darf. Wenn ich wütend oder zornig bin, dann sind das authentische Gefühle, meine Gefühle, die sich so artikulieren. Damit soll niemand ´runter gemacht oder gar vernichtet und niedergebrüllt werden. Ich zeige etwas von meinem Inneren und mache mich damit verletzbar. Das wiederum ist doch ein ziemlicher Vertrauensbeweis! Oder?
Problematisch wird es doch nur, wenn ich mich umgehend angegriffen und verletzt fühle, das Gefühl des Anderen persönlich nehme. Statt zu hinterfragen: Was bewegt den Anderen und auch warum fühle ich mich angegriffen… Letzteres hat, da bin ich mir sicher, mit meinen eigenen ungelöst schwelenden Problemen zu tun. In den seltensten Fällen, beim Mobbing zum Beispiel, will jemand einen anderen fertig machen. Doch mein Thema war produktives Streiten.
Streitkultur – welch schöne Wortschöpfung – kann doch nicht WEICHSPÜLEN bedeuten. Sollte diese Wortschöpfung nicht herausfordern, den Dingen wirklich auf den Grund zu gehen? Und braucht es dazu nicht Verstand UND Gefühl? Wie artikuliert sich Freude, Glück, Liebe, wie Trauer, Wut und Zorn? Unsere Welt ist nicht nur schön, auch nicht nur dunkel. Meist leben wir in den vielen Zwischentönen.
Also, bitte lasst uns streiten, bis die Fetzen fliegen und dann bei einem entspannten Spaziergang die Atmosphäre wieder lächelnd reinigen…
Also, bitte lasst uns streiten, bis die Fetzen fliegen und dann bei einem entspannten Herbstspaziergang die Atmosphäre wieder lächelnd reinigen…
…zum Beispiel bei einem Herbstspaziergang am Wasser…
Ich klaue heute mal. Aber eigentlich nicht so richtig, weil es schon sehr lange meine Gedanken sind. Manches habe ich auch schon so geschrieben. Aber heute kann ich mich mal auf gewisse Autoritäten berufen. Ich glaube, dann habe ich bessere Chancen erhört zu werden. Und irgendwie wäre mir das lieber als das dauerhafte Selbstgespräch. Ich spreche von Lanz & Precht, ihrem heutigen Podcast vom 25.10.2024, Ausgabe 164. Es geht ums Streiten im Großen und im Kleinen.
Mir persönlich geht es in der Auseinandersetzung nie, wirklich nie, ums Gewinnen oder gar vernichten. Erkenntnisgewinn, das unbedingt. Doch soweit komme ich kaum, weil alles schnell persönlich genommen und als Angriff verstanden wird.
Die beiden interessanten Gesprächspartner im Podcast unterscheiden zwischen produktivem Streit und kleinteiligem Zank. Letzteres sollte man meiner Meinung nach Kindern in unterschiedlichen Entwicklungsphasen überlassen. Doch das, was von der Politik nach außen dringt, hat oft den Geschmack von Gezänk. Wenn schon Parteien die Grundlagen unserer Demokratie sind, dann sollten sie doch vorführen wie konstruktives und produktives Streiten geht. Oder?
Können wir als Gesellschaft und wir persönlich eigentlich zu uns selbst in Distanz gehen? Oder auch mal über uns lachen? Die Engländer haben letzteres ein bisschen von Natur aus, zu mindest im Privaten, verinnerlicht. Dafür liebe ich sie.
Wird eigentlich heute an den Schulen eine Debattier-Kultur geübt? Ich hätte es mir zutiefst in meiner Schulzeit gewünscht. Der (verdorbene) Sozialismus machte daraus eine Unmöglichkeit. Sind wir heute besser? Wo sind die Grenzen heute? Wie können wir Feindschaften reduzieren?
Im Podcast wurde ein Gedanke (ich hab‘ vergessen von wem) zitiert, den ich bemerkens- und bedenkenswert finde. In etwa so: Nicht zugelassene Gegnerschaft führt zu Feindschaft. Ich finde, dass dieser Gedanke ziemlich in die ganze AFD-Debatte passt. Und eigentlich auch zum Kriegsthema im weitesten Sinne. Will ich den Gegner (oder besser mein Gegenüber) niederringen, vernichten oder im sportlichen Kampf die besseren Argumente finden?
Für einen Erkenntnisweg sind immer alle oder beide Positionen wichtig. Schwarzweiß hat da keinen Platz. Wie auch im Leben überhaupt. Es hat was mit dialektischem Denken zu tun. Eine gute Polemik zeugt von einem tieferen Interesse für den Anderen. Ich glaube, dass erst in diesem Bereich wahre Empathie möglich ist. Und auch ein guter Kompromiss oder gemeinsam errungene neue Positionen. Positionen, die im besten Fall ein Hauch von Zukunft in sich tragen. Und noch ein mir sehr wichtiger Gedanke aus dem Podcast-Dialog: Je wichtiger mir der Andere ist, desto mehr streite ich. Reibung erzeugt Wärme, Nestwärme. In Abgrenzung zur eingeübten Kuschelkultur. Solch eine Art Streit, nach dem wir anschließend lachend zusammen einen Kaffee trinken, wünsche ich mir. Seelenhygiene wurde das im Gespräch genannt.
Rot – die, eine Farbe des Herbstes – er ist letztlich sehr bunt. Das sollten auch unsere Gespräche sein…
Das wär doch mal ein Weihnachtsgeschenk! Nur noch etwa acht Wochen, dann ist es wieder mal so weit.
Heute jedenfalls habe ich nur bedingt bei Lanz & Precht geklaut, bedingt weil es auch meine Gedanken sind. Die beiden haben für mich vieles noch mal deutlicher auf den Punkt gebracht.
Ansonsten wollte ich heute Morgen eigentlich zum Klassentreffen fahren oder Putzen…Jetzt brauche ich erst mal ein bißchen Sonne.