Randbemerkungen 17

Zwei flackernde Kerzen. Das traute Geräusch des Geschirrspülers. Farbtuben, Pinsel… Zweiter Advent in Coronazeiten. Ich brauche den Rummel nicht. Aber irgendetwas fehlt. Ich erlebe so ein Niemandsland zwischen „Es war einmal“ und „Es wird sein“. Etwas irgendwie Bodenloses. Was macht diese Zeit mit mir…

Ein Bild spukt mir im Kopf herum. Ein endlos geliebter Knuddelstoffwichtel. Einschlafbegleiter nach stürmisch aufregenden Vormittagen. Jetzt hat die Liebe ihm ein Bein gekostet. Wie schnell es wieder angenäht ist. Die Liebe kann weiter gehen. Liebe ist gefährlich.

Christrosen

Hundeleben (6)

  • (Der zweite spurlos verschwundene und in diesem Fall überhaupt nicht wieder gefundene Beitrag. Ich lasse also (5) weg und mache auch hier mit der nächsten Zahl weiter)

Ich gestehe, ich habe einen Hund. Schon seit reichlich vier Jahren. Er ist etwas alt, gemütlich, friedlich. Am liebsten verkriecht er sich unter irgendeiner Bank. Er heißt Mopsi, ein Mops. Schwarz mit einem weißen Fleck, links im Gesicht. Außerdem gibt es noch zwei weiße Pudel, Paul und Paula.* Sie sind ziemlich temperamentvoll und gehören meiner Enkeltochter.

Wir sind oft mit unseren Tieren zusammen unterwegs: in der Stadt, an der Havel, auch mal in der S-Bahn. Die Drei vertragen sich ziemlich gut. Und bekommen ausreichend Streicheleinheiten.

Ja klar, sie sind fiktiv. Geboren aus der großen Sehnsucht von L. nach einem eigenen Haustier.

Wir passen gut auf, dass sie niemanden belästigen, räumen jeden Unrat sofort weg, halten sie, wenn nötig an der Leine.

Mal sehen, wie lange sie uns erhalten bleiben.

Manchmal aber sind wir nur beste Freundinnen, haben große Familien, eine kaum noch überschaubare Kinderschar, einen Bauernhof mit allem was dazu gehört. Doch das ist schon wieder eine andere Geschichte.

Wo ist bloß Mopsi wieder hin, die Ulknudel?

*Kann sein, dass ich nicht up to date bin. Mag sein, dass Rasse und Namen sich geändert haben.

Ostwestlich (3)

*(Nun ist das mühsam Ausgegrabene zum zweiten Mal verschwunden, jetzt lasse ich (2) aus und mache (3) draus. Vielleicht klappt das. Bild geht gar nicht.)

Meine Gedanken sind frei, befreit. Ich kann diesen Blog nach meinem Gusto schreiben. Ich hoffe, das bleibt auch so. Keiner hindert mich daran. Es hat keine Folgen. Vielleicht abgrenzendes Schweigen, möglicherweise auch stilles Einvernehmen. Auch mal Zustimmung und auch Widerrede. Die letzten beiden Varianten habe ich sehr gern, beide. Da wird es lebendig und versargt(!) nicht im endlosen IT-Universum.

Wenn ich in den letzten 30 Jahren Befreiung und Befreitsein erlebt habe, dann ist es genau das.

Keiner schreibt mir vor, was ich zu denken habe. Oder versucht es. Ich kann nicht nur leise denken, sondern auch aussprechen was ich denke. Egal wo, es hat keine Folgen und meine Profession wird nicht in Frage gestellt, wenn ich es tue. Ich kann lesen, was mich interessiert. Es ist kein Problem, ein Buch, eine Zeitschrift zu bekommen, wenn’s mich interessiert.

Ich muß nun schon lange nicht mehr in vorgeschriebenen Bahnen denken, wie es im Osten Deutschlands eingefordert wurde. Zwischen 20 und 30 habe ich mich darin versucht. Ich wollte ja eine bessere deutsche Republik, die es zu schützen galt. Der Kalte Krieg tobte tatsächlich. So jung, wie ich war, konnte ich es ja nicht besser wissen als die Älteren und Alten – dachte ich. Ich habe meine Kompromisse gemacht. Aber, ich hatte Fragen, viele Fragen. Dass die auch nicht erwünscht waren, das hat mich zuerst verstört und dann zunehmend wütend gemacht. Das Aufbegehren in nächtlichen Selbstgesprächen, in familiären Disputen begann. Es erweiterte sich auf den engsten Kollegenkreis. Ich war so unbedarft ehrlich, wie ich es auf gewisse Weise noch heute bin. Immer deutlicher habe ich ausgesprochen, was ich dachte, was mich bewegte.

Ich habe mal versucht zu Ende zu denken, was mir geschehen wäre, wenn nicht die im vorigen Blog zitierten Mehrheiten, gewonnen hätten.
Doch so etwas war und ist müßig und schürt nur ungute Gefühle. Die bringen niemals weiter. Dennoch, eine Frage tauchte damals wie heute auf: Was kann ich, was können wir tun, um derartige Strukturen aufzubrechen? Es blieben vor allem Fragen, es gab kaum Antworten.

So wie heute, wo unsere Gesellschaft in Gefahr gerät, aus dem Ruder zu laufen. Die einzige Antwort, die damals für mich taugte: Ich bleibe mir treu und muss mir am nächsten Tag noch selbst in die Augen schauen können. Und: Ich tu, was ich kann – im Rahmen des Möglichen.

Wer heute von einer Impfdiktatur spricht und Vergleiche zieht, … Dem kann ich mit diesen beschriebenen Erfahrungen nicht folgen.

Was ich mit Sicherheit seitdem dazu gewonnen habe und davon spreche ich: Die uneingeschränkte Freiheit der Gedanken. Wenn ich an Freiheit denke, dann ist diese Freiheit die fassbarste und realste für mich. An alles andere glaube ich nicht, da wir in einem menschlich, sozialen Gefüge leben. Wie gut! Das aber heißt für mich, ich kann nicht meine Freiheiten pur leben. Ich habe Verantwortung, für alle, die mit mir und um mich sind.

Die Gedanken sind frei,

wer kann sie erraten,

sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten.

Kein Mensch kann sie wissen,

kein Jäger sie schiessen mit Pulver und Blei:

Die Gedanken sind frei!

(Fassung von Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1. Strophe. Spuren dieses Textes lassen sich zurück bis zur Antike verfolgen. Mit dem aus dem Schlesischen stammenden Volkslied bekommen die Gedanken ihren ebenbürtigen Gefühlspartner – was so nur Melodie und Dichtung vermögen, ermöglichen.)

„…wien Vogel“ von Arnim Müller-Stahl – jetzt nachgereicht, mit dem Smartphone hat auch das noch geklappt

Randbemerkungen 16

Die letzten leuchtend roten Blätter sind weggeräumt. Ein paar Spielereien installiert. Der Advent kann kommen. Die Zeit der Erwartung, der Mysterien…

Was erwartet uns noch in diesem Jahr? Werden wir all dem gewachsen sein? Die Frage hat für mich in diesem Jahr ein anderes Gewicht.

Mich persönlich erreichte vor einer Stunde ein sehr spezielles Mysterium: Computerchaos. Zwei in der letzten Nacht spurlos verschwundene Blog-Texte.

Davon einer, der gedanklich kaum, so wie er war, zu rekonstruieren ist. Ich versuche mich in Gelassenheit, was gerade nicht gelingt.

Ostwestlich (5)

Ich mach‘ mal weiter.

Ich habe mich nie über Besitztümer und Geld definiert. Ich kann mich an schönen Dingen freuen, noch besser, wenn ich sie mir auch manchmal leisten kann. Schön muss nicht unbedingt teuer sein. Denoch ist es oft lohnend etwas mehr auszugeben. Weil Qualität der Seele gut tut und die Zeiten überdauert. Was entsteht , das ist dann so etwas wie eine Symbiose. Das ’Ding’ fängt an zu leben – mit mir. Und lebt nicht als Statussymbol bei mir.

Soweit so gut.


Geld ist einfach unbestritten beruhigend und macht vieles möglich. Schön, wenn es sich nicht zu rar macht. Ich habe kein Problem, es auszugeben.
Und auch kein Problem, darüber zu reden, wenn es eng wird. Ganz genau so wie ich auch kein Problem habe, zu sagen, dass ich Hunger habe oder dass ich müde bin. Oder dass heute nicht gerade ein guter Tag ist.

Soweit so gut.

Dennoch habe ich ziemlich lange gebraucht, um zu begreifen, dass ich seit gut 30 Jahren in einer Gesellschaft lebe, in der man nicht über Geld redet. Man hat es einfach. Es gehört sich nicht, über daraus resultierende Probleme zu reden.

Es ist offenbar schon passiert, dass ich dadurch ungewollt als Bettler verstanden wurde.

Ich kann – wirklich Glück gehabt – eine gute Adresse angeben. Damit ist der Schein gewahrt. Der schöne Schein. Auch das musste ich erst mal begreifen.

Allerdings habe ich tatsächlich ein Problem beim Anhäufen der Silberlinge. Es ist mir nicht gegeben, derartig Abstraktes zu sammeln. Sinnlicheres schon.

Oder habe ich es einfach nicht gelernt? Ein Ost-West Thema? Glaube ich eher nicht. Mentalitätssache schon eher.

Für das, was mir wirklich wichtig war, hat es irgendwie immer gereicht. Im Osten.

Das Häuschen hätte ich der fünfköpfigen Familie einst gern gegönnt. Es wäre finanziell nicht einfach geworden, aber… das Problem lag woanders. Der sozialistische Mensch sollte nicht der Spiessigkeit im Einfamilienhaus frönen, sondern Urstände in Hochhauswohngemeinschaften feiern. Hatte auch etwas für sich. Nur, dass eine Entweder-Oder-Entscheidung nicht möglich war. Das Oder wurde schlichtweg nicht gefördert.

Dass Geld Grenzen zieht bei der Teilhabe an kulturellen Highlights (Konzert- und Operkarten sind Luxusgut angesichts der Preise), war auch eine neue Erfahrung. Oder dass Gruppenunternehmungen für mich am Geld scheitern… Oder dass die Vorgängerin natürlich Brokatvorhänge (die ich nie hätte haben wollen) besass, statt der weissen Baumwollvorhänge, die mein Fenster unauffällig verhüllten. Das wird dann so in Nebensätzen mitgeteilt.

Es sind im Alltag eher die kleinen Dinge, in denen Geld den eigenen Status hervorhebt, präsentiert.

Doch dazu brauche ICH es nicht, das Geld. Aber genau da bin ich eben auch nicht so recht im gesamtdeutschen Alltag angekommen, wo das Erben so selbstverständlich geworden ist. Der Osten dürfte in dieser Hinsicht um einiges schlechter wegkommen. Mangels einst kaum vorhandener Möglichkeiten Besagtes zu häufen.

Schönes Deutschland

Freilich, auch das ist nur ein Teil der gesamtdeutschen Wahrheit, derer es wieder mal so viele gibt…

Ostwestlich (1)

Es ist oft spannend, welche Wege Gedanken gehen, wie sie sich plötzlich unerwartet kreuzen und wieder im Nichts verlieren. Dennoch der Moment des Kreuzens bleibt dann doch erhalten.

So etwa ging es mir heute Morgen. Etwas erholt von Ichweißnichtwas drängelten Corona und Impfen in meinem Kopf herum. Dann tauchte der Satz auf: Minderheiten scheinen Recht zu haben. Ich dachte an das Ende der DDR, und dass tatsächlich Minderheiten den Stein ins Rollen gebracht haben. Die Andersdenker, die Querdenker von damals.

Aber, das Aber muss ja kommen: Wollten die meisten von ihnen wirklich eine Vereinigte Bundesrepublik? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall nicht alle. Es gibt keine Statistiken. Unabhängig davon: Also hatten diese Minderheiten Recht mit ihrem deutlichen Aufbegehren? Heute bin ich mir sicher, es kam – mangels einer wirklichen Alternative – wie es kommen musste.

Waren die Mehrheiten, die mehr oder weniger still gehalten haben oder auch nur anders gedacht haben, damit im Unrecht? Waren so viele einfach nur dumm und angepasst, Mitläufer?

Nein, das glaube ich nicht. Die Welt ist und die Wahrheiten sind vielfältiger, differenzierter. Damit wäre ich bei den Corona-Impf- und Politik-Diskussionen aller Art. Wird wieder eine Minderheit, die der Impfgegner und Coronaleugner Recht behalten? Sind die Mehrheiten, also die Geimpften wieder nur verängstigte Mitläufer, die sich einschüchtern lassen? Auch das glaube ich wieder mal nicht.

Die Logik wäre doch dann: Corona ist nicht (allzu) ernst zu nehmen. Politik und Virologen haben uns nun fest am Gängelband. Wenn ich mich nicht impfen lasse, gehöre ich später zu den Helden, die es gewusst haben.

Auch daran glaube ich nicht. Ich bekenne, ich bin zweimal geimpft und ich habe den dritten Termin seit Gestern. Nicht aus Angst. Aber weil ich mir ziemlich sicher bin, dass das die entscheidende Chance ist, dem Virus zu begegnen und nicht in weitere Lockdowns zu schlittern.

Übrigens, wenn es um das erfreulicherweise vereinte Deutschland geht, haben wahrscheinlich doch Mehrheiten gesiegt, nämlich die , die die D-Mark, also richtiges Geld wollten und all die Delikatessen und Vorzüge des Westens, nebst dem nebulös dehnbaren Begriff der Freiheit. Ich glaube nicht, dass es DIE Freiheit gibt. Genauso wenig wie DIE Wahrheit.

Der Schluss daraus wieder mal, die einfachen Antworten gibt es nicht. Ich muss die meine finden und verantworten.

Aber, habe ich wirklich nur Verantwortung für mich allein?

Nein? Nein!

Ja, und was dann?

Pandemien haben von jeher ihre eigene Kraft und Dynamik, denen die Menschen nur schwer gewachsen sind. Möglicherweise können wir ihnen heute etwas mehr entgegen stellen als zu Zeiten von Pest und Colera, von Pocken und TBC. Ich glaube, dass wir das, was wir können auch tun sollten…und daran als Menschheit wachsen.

Vielleicht geht es vor allem auch um ein Gleichgewicht. Die Natur hat ihre eigenen Mittel es wieder herzustellen und fragt nicht nach menschlichen Egoismen. Wir haben die Chance nicht gegen, sondern mit der Natur zu agieren. Und unsere Möglichkeiten auszuschöpfen. Ich würde sogar von Pflicht sprechen. Das wäre dann aus meiner Sicht aktuell ein absolutes Ja zum Impfen.

Fazit: An Gedanken-Weg-Kreuzungen ist Innehalten geboten. Mit- und nicht gegeneinander. Innere und äußere Beweglichkeit sind möglicherweise die eigentlichen Herausforderungen.

Geschützter Raum? Mutig ausbrechen, aufbrechen? Doch in welche Richtung? Oder sich in Sicherheit wohlfühlen? Was auch immer…

Hundeleben (4)

Hunde sind auf meinen täglichen Wegen allgegenwärtig. Ich wohne in einer äußerst hundereichen Gegend. Nur leider, ich verstehe sie nicht. Irgendetwas wollen sie oft von mir. Warum sie mir mehr oder weniger begeistert so oft entgegen kommen, weiß ich nicht. Vielleicht gucke ich zu freundlich oder habe gerade Schinken eingekauft.

Das könnte doch eine Geschäftsidee sein: Jemand sollte einen Ratgeber für Nichthundebesitzer zu schreiben. So in dem Sinne: Was denkt der Hund, wenn ich stehen bleibe? Oder wenn ich ausweiche? Oder: Wie verhalte ich mich, wenn einer mich etwas zu stürmisch begrüßt? Wie muß ich reagieren, ohne den dazugehörigen Menschen zu brüskieren? Dazu müsste auf jeden Fall ein ausführliches Kapitel Hundepsychologie kommen. Und noch wichtiger: ein Kapitel über die Psychologie der Hundebesitzer.

Denn eines begreife ich bis heute nicht. Warum bin ich immer wieder versucht, in meinem Erschrecken mich bei Frauchen oder Herrchen zu entschuldigen.

Letztere entschuldigen sich auch öfter mal bei mir. Auch das sollte gesagt Weden. Vor ein paar Wochen fragte sogar einmal eine Dame nach meinen Beweggründen und hörte sich meine Probleme an.

Dennoch, irgendwie fühle ich mich öfter mal als Unmensch oder Un-Hunde-Mensch.

Ich bleibe hundefreundlich – bis zum nächsten Mal – wie auch immer.

Ein Brevier für Hunde-Unerfahrene – das könnte doch allen helfen.

Hundeleben (3)

An einem schönen warmen Juli-Bade-Tag in einer kleinen Bucht an der Havel. Ich lasse es mir gut gehen. Nach der dritten Schwimm-Runde treibt mich der Übermut. Ich schwimme sieben Meter weiter zur noch kleineren nächsten Bucht. Es ist noch Vormittag, kein Mensch weit und breit an diesem kleinen Strandstück. Ich verlasse vergnügt das Wasser, um zu Fuß zu meinen Sachen zurück zu gehen. Ehe ich überhaupt etwas denken und begreifen kann, baut sich wild bellend ein beeindruckend riesiges Hundewesen vor mir auf. Und ehe ich Hilfe rufend nach einem Herrchen suchen kann, liegen schon zwei riesige Pfoten auf meinen nassen Schultern. Irgendwie gelingt es mir, ihn, anbläffend, abzuschütteln. Jetzt sitzt die Angst mir wirklich in den Knochen. Ich zittere im warmen Sonnenschein. Wehrlos und hilflos.

Erst in diesem Moment erscheint der Besitzer: „Ist doch nichts passiert?“ Doch, ein ziemlicher Kratzer am Oberschenkel vom Absprung. Er zuckt die Schultern und verschwindet. Nicht mal eine Entschuldigung. Ich versuche empathisch die Gedankengänge des Herren nach zu empfinden. Vielleicht so: „Was stört sie unsere Mittagsruhe, soll sich nicht so haben… Wir waren ja nicht am Hauptstrand.“ Wo Hunden der Zutritt verboten ist. Doch vielleicht war er Herrchen eben auch erschrocken und damit sprachlos.

Seit diesem Tag bin ich noch vorsichtiger bei Begegnungen mit den so sehr geliebten Vierbeinern. *Siehe Hundeleben (1)

An diesem friedlichen Ort

Hundeleben (2)

Die erste Hundeepisode bedarf, glaube ich, einer kurzen Erklärung.

Ich habe wirklich nichts gegen Hunde. Eher im Gegenteil. Ich kann mich durchaus an einem besonders schönen Exemplar erfreuen. Allerdings möchte ich auch keinen in meiner Wohnung haben. Nach amerikanischer/englischer Kategorisierung zähle ich zu den Catpeople.

Und: Ich habe auch keine Angst vor Hunden, keine Phobien. Dennoch bin ich vorsichtig geworden. Ich glaube auch zurecht. Ein fremdes Tier bleibt für mich unberechenbar. Außerdem empfinde ich eine feuchte Hundenase an meinem Ausgeh-Outfit als nicht sehr appetitlich.

Wobei ich anmerken möchte, fremde Kinder haben auch etwas von dieser Unberechenbarkeit. Doch da habe ich Sprache und anderes „Werkzeug“ zur Verfügung. Spaß und Neugier auf das kleine Wesen dominieren in diesem Fall den offenen Umgang.

Auf Vierbeiner reagiere ich eben eher sehr verhalten.

Weil,…es folgt „Hundeleben (3)“…

Hunde haben einen festen Platz in der Playmobilidylle

Hundeleben ( 1)

Jüngst, an einem noch recht sonnigen Tag nahe der Havel. Zwei nette Vierbeiner kommen mir entgegen. Der eine angeleint, fest in der Hand seines Frauchens. Na ja exakter, geführt von einer unauffällig auffällig gut betuchten Lady. Der zweite, zugehörig, darf seine Freiheit genießen. Was ihn schnurstracks auf mein Hosenbein zuführt.

Gesagt werden muß: Es handelte sich um ein nicht allzu großes weißes „foxisches“ Wesen. Und wie gesagt: Er machte einen freundlichen Eindruck. Als er dann mein Hosenbein mit seiner Schnauze erreicht hat, bleibe ich stehen. Mir ist nur noch halbwohl in meiner Haut. Was will er von mir?

Madame entfernt das Smartphone für einen Moment von ihrem Ohr. Empört zu mir, in scharfem Ton: „Haben sie jetzt ein Problem?“ Das war dann, im Gegensatz zum Hund, wirklich aggressiv.

Ich schaue sie an und sage freundlich und deutlich: „Ja.“

„Wenn sie stehen bleiben, denkt der Hund, sie wollen etwas von ihm!“

Aha, denke ich und gehe weiter.

Leider wusste ich nicht, was Hund von mir will. Fragen konnte ich ihn auch nicht. Mangels täglicher Erfahrungen mit der Hundesprache.

(Für alles weitere zu diesem Thema, muss ich vorerst aus meiner erlebnisreichen Vergangenheit schöpfen.)

Anleihe bei Playmobil